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Gigabattery in Gefahr: Leag warnt vor Investitionsstopp

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 13. April 2026“.Liveblog ansehen

Die geplante Gigabattery in Jänschwalde steht plötzlich auf der Kippe. Grund sind neue Überlegungen zu Netzentgelten, die Großspeicher künftig stärker belasten könnten.


Milliardenprojekt Gigabattery wackelt

Eigentlich sollte die Gigabattery eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Lausitz werden. Der Energiekonzern plant einen der größten Stromspeicher Europas – mit einer Leistung von rund einem Gigawatt.

Gemeinsam mit einem Partner aus den USA sollen in Jänschwalde und zusätzlich in Boxberg Milliarden investiert werden. Ziel: Strom speichern, Versorgung sichern und die Region nach dem Kohleausstieg stärken.

Doch genau dieses Vorhaben gerät jetzt ins Wanken.


Netzentgelte bringen Gigabattery ins Risiko

Hintergrund sind Pläne der Bundesnetzagentur. Bisher sind große Batteriespeicher von bestimmten Netzentgelten befreit.

Diese Regelung könnte sich jetzt ändern – möglicherweise sogar rückwirkend.

Für die Gigabattery hätte das direkte Folgen. Denn höhere Kosten könnten das Projekt wirtschaftlich unattraktiv machen. Der Vorstandschef der Leag Adi Rösch spricht offen von einem möglichen Investitionsstopp. Das sorgt für Unruhe – nicht nur im Unternehmen.


Zukunft der Lausitz hängt an der Gigabattery

Für die Region ist die Gigabattery mehr als nur ein Technikprojekt. Sie gilt als Schlüssel für die Energiezukunft der Lausitz.

Das Kohlekraftwerk in Jänschwalde soll in wenigen Jahren vom Netz gehen. Danach braucht es neue Lösungen, um verlässlich Strom aus erneuerbaren Energien bereitzustellen.

Genau hier kommt der Großspeicher ins Spiel. Ohne ihn könnte die Versorgung schwieriger werden – und weitere Investitionen in der Region ausbleiben.

Auch in der Belegschaft wächst die Unsicherheit. Viele sehen in der Gigabattery eine zentrale Chance für Arbeitsplätze und Wertschöpfung.


Branche fordert schnelle Klarheit

Nicht nur die Leag, auch Branchenverbände schlagen Alarm. Denn Batteriespeicher gelten als entscheidend für ein stabiles Stromnetz – vor allem bei wachsendem Anteil von Wind- und Solarenergie.

Allein in Brandenburg sind weitere große Speicherprojekte geplant. Doch ohne klare Regeln drohen Verzögerungen.

Die Forderung ist deshalb deutlich: Schnelle Entscheidungen und Planungssicherheit.


Gigabattery bleibt Schlüsselprojekt

Noch ist nichts endgültig entschieden. Doch klar ist: Die Zukunft der Gigabattery wird maßgeblich davon abhängen, wie die Politik jetzt reagiert.

Was heute in der Lausitz sonst noch wichtig ist, lest ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de – laufend aktualisiert und immer nah dran.

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Autor: Redaktion

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