Zum 1. Januar 2027 startet mit dem Unternehmen Städtischen Dienste Cottbus GmbH ein neues Unternehmen, das in der Stadt künftig wichtige Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge übernimmt. Dahinter steht eine Kooperation zwischen der Stadt Cottbus/Chóśebuz und der ALBA Lausitz GmbH. Die Stadt hält dabei mit 51 Prozent die Mehrheit.
Städtische Dienste Cottbus GMBH übernIMMT zentrale Aufgaben
Die neue Gesellschaft soll künftig gleich mehrere sensible Bereiche absichern: die kommunale Abfallwirtschaft, die Straßenreinigung, den Winterdienst und die bauliche öffentliche Straßenunterhaltung. Damit bekommt die Stadt wieder mehr direkten Einfluss auf Leistungen, die den Alltag der Menschen in Cottbus ganz unmittelbar betreffen.
Oberbürgermeister Tobias Schick bewertet die Gründung als wichtigen Schritt zurück zu mehr kommunaler Verantwortung. Nach seinen Worten werde damit ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wieder stärker in städtische Hände gelegt. Gleichzeitig setzt die Stadt auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und regional verankerten Partner.
Rückkehr zu mehr städtischer Verantwortung
Der Weg zur neuen Gesellschaft war lang. Nach Angaben aus dem Verfahren liefen die betreffenden Leistungen zuletzt seit 2005 nicht mehr in dieser Form unter kommunaler Regie. Bereits in den vergangenen Jahren gab es deshalb den politischen Auftrag, zu prüfen, wie eine teilweise Rückholung dieser Aufgaben möglich werden kann.
Am Ende führte dieser Prozess zu einem gemischtwirtschaftlichen Modell: einer öffentlich-privaten Partnerschaft, bei der die Stadt Mehrheitseignerin ist und zugleich ein Unternehmen an Bord holt, das das operative Geschäft beherrscht. In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt schließlich ALBA den Zuschlag.
Komplexes Verfahren mit klarer Zielsetzung
Die Gründung der Städtischen Dienste Cottbus ist das Ergebnis eines umfangreichen Vergabeprozesses, in den auch die Stadtverordnetenversammlung eingebunden war. Beschlüsse zur Richtung und zur konkreten Ausgestaltung fielen schrittweise in den vergangenen Jahren. Entscheidend war dabei laut den Beteiligten immer auch die Frage der Wirtschaftlichkeit.
Denn das Ziel war nicht nur, mehr kommunalen Einfluss zu gewinnen. Die neue Struktur soll zugleich dafür sorgen, dass Leistungen zuverlässig erbracht werden und die Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger möglichst stabil bleiben.
Doppelspitze für das neue Unternehmen
Geführt werden die Städtischen Dienste Cottbus künftig von einer Doppelspitze. Jeder Gesellschafter benennt eine Geschäftsführung. Die kaufmännische Leitung wird zum 1. Januar 2027 ausgeschrieben. Übergangsweise übernimmt Vlatko Knezevic, Geschäftsführer der Stadtwerke, die städtische Verantwortung. Von Seiten von ALBA wird Tom Wegner technischer Geschäftsführer.
Die gemeinsame Gesellschaft soll zum Start so arbeiten, dass sich für die Menschen in Cottbus vor allem eines zeigt: Verlässlichkeit im Alltag. Müllabfuhr, saubere Straßen, Winterdienst und Straßenunterhaltung sollen nahtlos funktionieren.
ALBA bleibt Partner an der Seite der Stadt
Auch ALBA sieht in der neuen Gesellschaft einen wichtigen Schritt. Das Unternehmen betont seine Erfahrung als Partner von Kommunen und spricht von einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadt Cottbus. Für beide Seiten steht fest: Das Modell soll auf Transparenz, Partnerschaft und Vertrauen aufbauen.
Mit dem Start der Städtischen Dienste Cottbus beginnt damit ab 2027 ein neues Kapitel für die Stadt. Es geht um mehr kommunalen Einfluss, stabile Leistungen und die Frage, wie öffentliche Daseinsvorsorge in Zukunft vor Ort organisiert wird.
Alle weiteren News des Tages aus der Lausitz findet ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.
























