Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss. In Brandenburg betrifft das inzwischen knapp acht Prozent der Schüler – Tendenz steigend.
Zahl der Schulabgänger steigt deutlich
Im Jahr 2024 haben 1.897 Schüler in Brandenburg keinen Schulabschluss erreicht. Das entspricht knapp acht Prozent eines Jahrgangs.
Zum Vergleich: Noch vor wenigen Jahren, im Schuljahr 2019/20, lag der Anteil deutlich niedriger – bei rund fünf Prozent. Der Trend zeigt also klar nach oben.
Auch in Berlin ist die Entwicklung ähnlich. Dort ist die Zahl ebenfalls gestiegen.
Schulabgänger ohne Abschluss: Ursachen sind vielfältig
Warum Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Oft spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Probleme in der Schule
- familiäre Belastungen
- persönliche Schwierigkeiten
Experten gehen davon aus, dass genau dieses Zusammenspiel den Ausschlag gibt.
Schulabgänger ohne Abschluss im Fokus der Politik
Die steigende Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sorgt auch politisch für Aufmerksamkeit.
Brandenburgs Bildungsministerium will gegensteuern. Ziel ist es, mehr Jugendliche erfolgreich in Ausbildung oder Beruf zu bringen.
Neues Programm soll helfen
Ein zentraler Ansatz ist das Programm „Duales Lernen“.
Dabei wird Unterricht mit praktischen Erfahrungen kombiniert. Schüler sollen nicht nur Theorie lernen, sondern auch Einblicke in die Arbeitswelt bekommen.
Das Programm richtet sich vor allem an die Klassen 7 bis 10 und soll gezielt motivieren.
Mehr individuelle Unterstützung geplant
Lehrkräfte sollen außerdem künftig stärker die Möglichkeit bekommen, auf einzelne Schüler einzugehen.
Denn laut dem Brandenburger Bildungsministerium sind Motivation, persönliche Betreuung und Perspektiven entscheidend, damit Jugendliche dranbleiben und ihren Abschluss schaffen.
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