Mit einer besonderen Sommerlinde im Ostdeutschen Rosengarten in Forst (Lausitz) ist am 10. April 2026 ein lebendiges Zeichen der Erinnerung gesetzt worden. Ehemalige und aktive Parkaktivisten der Lausitz pflanzten den Baum zu Ehren des 100. Geburtsjahres von Prof. hc. Helmut Rippl und würdigten damit einen Mann, der die Parkpflege in der Niederlausitz über Jahrzehnte geprägt hat.
Sommerlinde im Ostdeutschen Rosengarten als lebendiges Denkmal
Bei dem gepflanzten Baum handelt es sich um eine Sommerlinde, die ursprünglich aus Brody stammt. Ihre Geschichte reicht mehrere Jahre zurück: Nach einem Parkseminar in Brody wurden vom absterbenden Muttergehölz Reiser geschnitten und an Egbert Kritsch aus Plessa übergeben. Mit viel Fachwissen, Geduld und Vertrauen gelang es ihm, daraus neues Leben entstehen zu lassen.
Mit der jetzigen Pflanzung hat die Sommerlinde im Ostdeutschen Rosengarten einen Ort gefunden, der historisch eng mit der Region verbunden ist. Der Baum wächst nun wieder auf ehemals gräflich Brühlschem Grund und knüpft damit an bedeutende geschichtliche Bezüge an.
Ein Baum mit Geschichte und Zukunft
Die Pflanzung steht nicht nur für Erinnerung, sondern auch für Kontinuität. Denn bereits jetzt ist vorgesehen, einen weiteren Nachzuchtbaum im Rahmen eines Parkseminars 2027 am Originalstandort im Schlosspark zu Brody zu pflanzen.
So wird aus einer einzelnen Baumpflanzung ein grenzüberschreitendes Zeichen für gelebte Parkkultur, historischen Respekt und die enge Verbindung engagierter Parkfreunde.
Würdigung für einen prägenden Parkpfleger
Die Sommerlinde im Ostdeutschen Rosengarten wurde anlässlich des 100. Geburtsjahres von Helmut Rippl gesetzt. Er gilt als Nestor der Parkpflege in der Niederlausitz. Sein Wirken beeinflusste über viele Jahrzehnte zahlreiche historische Gartenanlagen und inspirierte Generationen von Parkfreunden.
Auch mit dem früheren Rosengarten-Leiter Werner Gottschalk verband Rippl ein freundschaftliches Band. Die Pflanzung ist deshalb weit mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist eine dauerhafte Würdigung eines Mannes, dessen Einsatz für Parks, Landschaft und Natur bis heute nachwirkt.
Dank an die Unterstützer der Pflanzung
Die Parkaktivisten richten ihren besonderen Dank an mehrere Menschen, die zum Gelingen beigetragen haben. Egbert Kritsch wird für die Wiederbelebung der Linde gewürdigt. Dr. Claudius Wecke steht für die Initiative zu den Parkseminaren in Brody. Stefan Palm unterstützte die Pflanzung vor Ort. Und über allem steht die Anerkennung für Helmut Rippl, dessen beispielhaftes Wirken nun dauerhaft im Rosengarten sichtbar bleibt.
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Foto: Stadt Forst (Lausitz)/ S. Zuber
























