Der Brandenburger Landtag hat die vierte Änderung der Brandenburgischen Bauordnung beschlossen. Damit soll Bauen im Land künftig schneller, digitaler, einfacher und kostengünstiger werden. Bauminister Robert Crumbach sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr bezahlbaren Wohnraum in Brandenburg. Gerade die langen Genehmigungsverfahren seien für Bürger, Unternehmen und Kommunen oft eine Belastung.
Bauanträge sollen digital werden
Ein zentraler Punkt der neuen Bauordnung ist die Digitalisierung. Bauanträge sollen künftig digital gestellt und bearbeitet werden können. Das soll Verfahren vereinfachen und schneller machen. Bauvorhaben sollen dadurch für alle Beteiligten besser planbar werden. Außerdem sollen mit der neuen Bauordnung Gemeinden Genehmigungsfreistellungsverfahren ermöglichen können. Das bedeutet: Bestimmte Bauvorhaben könnten künftig ohne ein vollständiges Genehmigungsverfahren auskommen. Zusätzlich wird eine Genehmigungsfiktion eingeführt. Damit sollen Bauvorhaben schneller vorankommen und Verfahren nicht unnötig lange dauern.
Bezahlbarer Wohnraum im Fokus
Brandenburg steht nach Angaben des Bauministers vor großen Herausforderungen beim Thema Wohnen. Bezahlbarer Wohnraum sei eine wichtige Voraussetzung für viele Menschen im Land. Die neue Bauordnung soll deshalb helfen, Kosten besser in den Griff zu bekommen und Bauprojekte schneller umzusetzen. Robert Crumbach spricht von der nächsten Stufe nach dem Bauturbo auf Bundesebene. Brandenburg wolle damit seinen eigenen Beitrag leisten, damit mehr gebaut werden kann.
Crumbach dankte auch seinem Vorgänger Detlef Tabbert. Dieser habe die Grundlage für die neue Bauordnung geschaffen, die nun nach intensiver Debatte im Landtag beschlossen wurde.
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