Bei Bauarbeiten für einen neuen Solarpark in Schacksdorf im Landkreis Elbe-Elster sind zahlreiche Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Insgesamt wurden 32 Fliegerbomben, drei Raketen und ein Drillings-Flak-Geschütz gefunden. Drei Bomben müssen am Donnerstag kontrolliert gesprengt werden.
Weltkriegsfunde stoppen Bauarbeiten in Schacksdorf
Auf einer Baustelle in Schacksdorf haben Arbeiter bei Erdarbeiten einen außergewöhnlich großen Fund gemacht. Auf dem Gelände, auf dem künftig ein Solarpark und ein Batteriespeicher entstehen sollen, wurden zahlreiche Kampfmittel entdeckt.
Nach aktuellem Stand handelt es sich um 32 Fliegerbomben, drei Raketen sowie ein Drillings-Flak-Geschütz. Ein Großteil der Funde stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Drei Bomben können nicht abtransportiert werden und müssen am Donnerstag ab 10 Uhr vor Ort gesprengt werden.




Fotos: Enrico Schnick und der Kampfmittelbeseitigungsdienst, samt Bomben
Gelände wird gesichert
Das Gelände wird derzeit von Ordnungsamt und Polizei abgesichert. Die übrigen Kampfmittel sollen vom Kampfmittelbeseitigungsdienst geborgen und fachgerecht entsorgt werden. Nach bisherigen Angaben besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Die nächsten bewohnten Gebäude befinden sich rund 800 Meter entfernt.
Dass auf dem Areal Kampfmittel entdeckt werden, kommt für die Behörden nicht völlig überraschend. Das Gelände wurde früher als Militärflugplatz genutzt. Deshalb rechnen die Verantwortlichen damit, dass während der weiteren Bauarbeiten noch zusätzliche Funde auftauchen könnten. Der Bau des Solarparks wird dadurch vorerst von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen begleitet.
Mehr Lausitz von heute findet ihr jetzt in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de – aktuell, kompakt und direkt aus der Region.
























