Über 100 Menschen erleben Perspektivwechsel beim Escape Room in Klettwitz

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Freitag, 19. Juni 2026“.Liveblog ansehen

Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher haben den Live-Escape Room „UNbekanntes UNbehagen“ am FamilienCampus Lausitz in Klettwitz erlebt. Das besondere Angebot sollte spürbar machen, wie es sich anfühlt, in einem fremden Land anzukommen – mit unbekannten Regeln, ungewohnten Situationen und vielen offenen Fragen. Seit dem 25. Mai haben Familien, Schulklassen, Mitarbeitende aus Verwaltungen und weitere Interessierte den mobilen Escape Room besucht.

Reise in die fiktive Republik Fremdistan

Im Mittelpunkt stand die erfundene Republik „Fremdistan“. Die Teilnehmenden schlüpften in die Rolle von Menschen, die neu in einem unbekannten Land ankommen. Dort mussten sie sich orientieren, Regeln verstehen und verschiedene Herausforderungen meistern. Die Aufgaben sollten nicht nur Spaß machen, sondern vor allem zum Nachdenken anregen. Wie fühlt es sich an, wenn Sprache, Abläufe oder Erwartungen plötzlich fremd sind? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt des Escape Rooms.

Rätsel sorgten für Gespräche und neue Blickwinkel

Die Gruppen lösten verschiedene Rätsel und erlebten Situationen, die bewusst authentisch gestaltet waren. Dabei ging es um Orientierung, Unsicherheit und das Ankommen in einer neuen Umgebung. Nach Angaben des FamilienCampus Lausitz sorgten die Aufgaben immer wieder für Gesprächsstoff. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen neue Eindrücke mit und konnten besser nachvollziehen, welche Herausforderungen Menschen beim Ankommen in einem fremden Land erleben können. Projektkoordinatorin Kathrin Lehm zieht eine positive Bilanz. Der Perspektivwechsel sei bei vielen Teilnehmenden gelungen. Besucher hätten zurückgemeldet, dass sie die Situation von Menschen in einem neuen Land nach dem Escape Room besser nachempfinden konnten.

Spielleitende brachten eigene Erfahrungen ein

Begleitet wurden die Gruppen von Spielleitenden aus Syrien, der Ukraine und Brasilien. Sie brachten ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven mit in das Projekt ein. Dadurch wurde der Escape Room nicht nur zu einem Rätsel-Erlebnis. Die Teilnehmenden kamen auch mit Menschen ins Gespräch, die eigene Erfahrungen mit einem Neustart in einem anderen Land gemacht haben. Das Thema bewegte Menschen ganz unterschiedlichen Alters. Die jüngsten Teilnehmenden waren zehn Jahre alt. Die ältesten Besucherinnen und Besucher waren 89 Jahre alt. Damit zeigte das Projekt: Offenheit, Verständnis und Zusammenhalt sind Themen, die Menschen über Generationen hinweg beschäftigen.

Symbolische Einreisebescheinigung zum Abschluss

Am Ende bekam jede Gruppe eine symbolische Einreisebescheinigung für „Fremdistan“. Damit endete die Reise durch das unbekannte Land. Die Eindrücke aus den Räumen und Gesprächen dürften viele Teilnehmende aber noch länger begleiten. Der Escape Room sollte nicht nur informieren, sondern auch einen anderen Blick auf Menschen ermöglichen, die in einer neuen Umgebung zurechtkommen müssen.

Erster Standort in Brandenburg

Der FamilienCampus Lausitz war der erste Standort im Land Brandenburg, an dem der mobile Escape Room zu Gast war. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Klettwitz zieht das Projekt nun weiter nach Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster. Anschließend soll der Escape Room in weiteren Regionen Brandenburgs Station machen. Das Projekt wurde vom Land Brandenburg gefördert und von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Oberspreewald-Lausitz unterstützt.

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Bild: FamilienCampus Lausitz

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Autor: Redaktion

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