Branitzer Park Pyramide (c) Björn Dymke

Fürstengedenken in Branitz zum 155. Todestag

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 4. Februar 2026“.Liveblog ansehen

Mit bengalischem Feuer, Musik und einer eindrucksvollen Illumination wird heute an Fürst Pückler erinnert. Anlass ist der 155. Todestag von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Das öffentliche Fürstengedenken im Branitzer Park beginnt um 16:57 Uhr zum Sonnenuntergang.

Laternenzug, Gondelfahrt und Bengallichter

Treffpunkt ist die Landpyramide im Branitzer Park. Von dort erklingen zu Beginn die Posaunen der Oberkirche St. Nikolai. Pfarrein Johanna Melchior spricht Worte zum Gedenken an Fürst Pückler und im Jubiläumsjahr auch an Fürstin Lucie.

Im Anschluss führt ein gemeinsamer Zug zur Ägyptischen Treppe am Tumulussee. Gäste können den Weg mit Laternen begleiten. An der Treppe werden Kränze, Blumen und Grablichter feierlich niedergelegt.

Traditionell fährt die Gondel der Branitzer Gärtner zur Gedenksteininsel. Dort wird ein Kranz der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz abgelegt. Die Insel wird illuminiert und bildet den Übergang zum Höhepunkt des Abends.

Der emotionale Höhepunkt ist die rund 15-minütige Schmuckillumination der Seepyramide, in der Fürst Pückler begraben liegt. Nach überlieferten Anweisungen aus dem Jahr 1863 inszeniert der Pyrotechniker Jörg Nevoigt (Pyrotimes Event) Feuerkegel auf der Pyramidenspitze, Qualm auf dem See, Bengallichter und Knalleffekte – ein historisch nachempfundenes Schauspiel.

Musikalisch begleiten die Posaunenbläser der Oberkirche St. Nikolai sowie die Jagdhornbläser Fürst Pückler Branitz-Kahren e. V. das Gedenken. Ab 16:30 Uhr bietet das Cavalierhaus Branitz Punsch und einen Imbiss an.


Ein Fürst der großen Auftritte

Fürst Hermann von Pückler-Muskau starb in der Nacht des 4. Februar 1871 im Schloss Branitz. Als einer der größten europäischen Gartenkünstler, Dandy, Reisender, Bestsellerautor und Namensgeber der berühmten Eisspezialität liebte er große Inszenierungen. Mit dem Tumulus im Branitzer Park schuf er vor fast 170 Jahren eine Grabstätte, die bis heute beeindruckt – und an Gedenktagen mit bengalischem Feuer in Szene gesetzt wird.

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Autor: Redaktion

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