Der Landkreis Spree-Neiße baut seine Wasserstoff-Infrastruktur weiter aus. 35 Wasserstoffbusse und zwei Abfallsammelfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sind bereits beschafft. Parallel entstehen neue Betankungsmöglichkeiten in Forst, Guben und Spremberg. Für die Fahrzeuge erhielt der Landkreis nach eigenen Angaben insgesamt 13,4 Millionen Euro Fördermittel des Bundes.
35 Wasserstoffbusse für Spree-Neiße
Mit den neuen Fahrzeugen will der Landkreis vor allem den öffentlichen Nahverkehr und die kommunale Abfallwirtschaft schrittweise auf Wasserstoff umstellen.
Die insgesamt 35 Busse und zwei Abfallsammelfahrzeuge sind bereits beim Landkreis angekommen.
Damit die Fahrzeuge künftig zuverlässig versorgt werden können, wird gleichzeitig ein Netz aus stationären und mobilen Wasserstofftankstellen aufgebaut.
Wasserstoff soll künftig direkt in Forst produziert werden
Das zentrale Projekt entsteht in Forst. Dort plant die EMB Energie Brandenburg eine dauerhafte Wasserstoff-Infrastruktur mit einem 5-Megawatt-Elektrolyseur, Wasserstoffspeichern, Verdichtungstechnik und einer Tankstelle.
Mit dem Elektrolyseur soll der benötigte Wasserstoff direkt vor Ort mit erneuerbarer Energie erzeugt werden. Für den Bau wurde eine Förderung über das Investitionsgesetz Kohleregion befürwortet. Der entsprechende Antrag liegt bei der Investitionsbank Brandenburg.
Erste Tankmöglichkeiten noch 2026 in Guben und Schwarze Pumpe
Bis die dauerhafte Infrastruktur vollständig steht, sollen bereits bis Dezember 2026 zwei mobile Betankungsmöglichkeiten entstehen.
Eine wird am Betriebshof der Spree-Neiße-Cottbusverkehr GmbH in Schwarze Pumpe eingerichtet. Die zweite entsteht in Guben in unmittelbarer Nähe des dortigen Betriebshofes.
Mit der Umsetzung wurde die FPS.Energy GmbH beauftragt. Für den Betrieb soll ausschließlich zertifizierter erneuerbarer Wasserstoff geliefert werden.
Weitere Infrastruktur ab 2027 geplant
Die mobilen Lösungen sollen später durch eine längerfristige Infrastruktur ergänzt werden. Für die entsprechenden Standorte in Spremberg und Guben soll die europaweite Ausschreibung im Jahr 2027 abgeschlossen werden.
Bis dahin dienen die derzeit geplanten Anlagen als Übergangslösung.
Wasserstoff soll Teil des Strukturwandels werden
Landrat Martin Heusler sieht in den neuen Fahrzeugen und der Infrastruktur einen Baustein des Strukturwandels in Spree-Neiße. Ziel sei es, Wasserstoff nicht nur als Kraftstoff einzusetzen, sondern auch Erzeugung, Speicherung und Nutzung stärker innerhalb der Region miteinander zu verbinden.
Auch in Cottbus sind bereits Wasserstoffbusse unterwegs. Die Projekte in Spree-Neiße sollen diese Entwicklung in der Lausitz ergänzen.
Quelle: Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nys
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