Landwirtschaftliches Gerät auf einem Feld

Landwirtschaft in Brandenburg nutzt Öko-Regelungen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 3. September 2026“.Liveblog ansehen

Immer mehr Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg nutzen freiwillige Öko-Regelungen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Für 2026 wurden entsprechende Maßnahmen auf knapp 940.000 Hektar beantragt. Damit fallen inzwischen rund 70 Prozent der förderfähigen landwirtschaftlichen Fläche im Land unter mindestens eine dieser Regelungen. Insgesamt haben sich 4.333 landwirtschaftliche Unternehmen für die Teilnahme entschieden.

Fläche für Öko-Regelungen wächst weiter

Brandenburg verfügt über rund 1,34 Millionen Hektar förderfähige landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Fläche, auf der Öko-Regelungen beantragt werden, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: 2024 waren es rund 830.000 Hektar, 2025 bereits knapp 903.000 Hektar. Für 2026 wurden nun 939.993 Hektar gemeldet.

Insgesamt stellten in diesem Jahr 5.075 Landwirtschaftsbetriebe einen Antrag auf Direktzahlungen. 4.333 davon entschieden sich zusätzlich für eine oder mehrere der freiwilligen Öko-Regelungen.

Vielfältiger Ackerbau besonders gefragt

Am häufigsten wird in Brandenburg die sogenannte Öko-Regelung 2 genutzt. Auf rund 534.000 Hektar bauen Betriebe mindestens fünf verschiedene Hauptfruchtarten an. Dazu müssen auch Leguminosen gehören, also beispielsweise bestimmte Hülsenfrüchte. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums soll die Maßnahme unter anderem die Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung unterstützen.

Mehr als 233.000 Hektar artenreiches Grünland

Ebenfalls stark genutzt wird die Öko-Regelung 5. Sie betrifft rund 233.700 Hektar Dauergrünland, auf denen bestimmte regionaltypische Pflanzenarten vorkommen. Diese sogenannten Kennarten gelten als Hinweis auf artenreiche Grünlandflächen. Damit soll insbesondere die biologische Vielfalt erhalten und gefördert werden.

Land will Förderung auch nach 2028 sichern

Die Öko-Regelungen sind Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union und werden über Direktzahlungen gefördert. Sie können sowohl von ökologisch als auch von konventionell wirtschaftenden Betrieben genutzt werden. Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass entsprechende Agrarumweltmaßnahmen auch in der nächsten EU-Förderperiode ab 2028 ausreichend finanziert werden.

Alle weiteren News des Tages aus der Lausitz findet ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.

Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.  Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews