Umspannwerk

Bekennerschreiben nach Vorfall am Umspannwerk Turnow-Preilack aufgetaucht

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Freitag, 4. September 2026“.Liveblog ansehen

Nach dem Vorfall am Umspannwerk Turnow-Preilack ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Polizei Brandenburg wurde am Donnerstag darüber informiert. Ob das Schreiben tatsächlich von den Verantwortlichen stammt, ist bislang nicht geklärt.

Die Polizei erklärte, dass die Authentizität des Bekennerschreibens derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann. Weitere Angaben macht sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Bekennerschreiben Turnow-Preilack wird geprüft

Damit ist weiterhin offen, wer hinter dem Vorfall steckt und welchen Hintergrund die Tat hat.

Das aufgetauchte Schreiben ist nun Teil der laufenden Ermittlungen. Eine Bestätigung, dass es tatsächlich von den Tätern stammt, gibt es bislang nicht.

Mehrere Spreng- und Brandvorrichtungen entdeckt

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Einsatz am Dienstagmorgen, 1. September.

Gegen 8 Uhr war der Polizei eine mutmaßliche Beschädigung an einer Oberleitung eines Umspannwerks in Turnow-Preilack gemeldet worden.

Bei der Untersuchung des Bereichs fanden Einsatzkräfte mehrere sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen, kurz USBV. Einige davon waren nicht ausgelöst worden.

Spezialisten für die Entschärfung solcher Vorrichtungen kamen zum Einsatz. Das Landeskriminalamt Brandenburg übernahm anschließend die Ermittlungen.

50Hertz spricht von selbstgebauten Flugkörpern

Nach Angaben des Netzbetreibers 50Hertz wurden für die versuchte Beschädigung selbstgebaute Flugkörper verwendet, die handelsüblichen Silvesterraketen ähnelten.

Nach Einschätzung des Unternehmens sollte damit die Stromversorgung im Bereich des Kraftwerks Jänschwalde beeinträchtigt werden.

Zu einem größeren Stromausfall kam es nicht. Die allgemeine Stromversorgung war laut 50Hertz zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Ermittlungen wegen mehrerer Straftatbestände

Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung nach Paragraf 129a StGB.

Daneben stehen der Verdacht der Störung öffentlicher Betriebe, der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel im Raum.

Auf dem Gelände wurde eine zweistellige Zahl entsprechender Vorrichtungen gefunden.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann bezeichnete den Vorfall als versuchte Sabotage und als sehr ernst.

Umspannwerk ist wichtiger Teil des Lausitzer Stromnetzes

Das Umspannwerk Turnow-Preilack hat eine wichtige Funktion für das Stromnetz in der Lausitz.

Dort wird Strom aus dem Kraftwerk Jänschwalde in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist und weiterverteilt.

Wer für den Vorfall verantwortlich ist und ob das aufgetauchte Bekennerschreiben tatsächlich von den Tätern stammt, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Alle weiteren News des Tages aus der Lausitz findet ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.

Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.  Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews