In Brandenburg ist erstmals ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt worden. Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUK) mitteilte, ist das Nest bereits am 17. Juli in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) von Fachleuten an einem Bürogebäude gefunden und inzwischen fachgerecht beseitigt worden.
Hornisse erstmals in Brandenburg nachgewiesen
Das Nest wurde Mitte Juli unter einem Dachvorsprung entdeckt. Bei der Kontrolle zeigte sich: In dem Nest befand sich eine fortpflanzungsfähige Königin.
Fachleute gehen davon aus, dass die Königin vermutlich unbeabsichtigt nach Brandenburg gelangt ist. Möglich ist zum Beispiel eine Verschleppung durch Transport, Warenverkehr oder Fahrzeuge. Im Frühjahr konnte sie offenbar ein neues Volk gründen.
Dass der erste bestätigte Fund ausgerechnet so weit im Osten Brandenburgs auftaucht, überrascht die Experten. Normalerweise breitet sich die Art Schritt für Schritt aus bereits betroffenen Regionen weiter aus.
Hornisse wurde mit Spezialausrüstung entfernt
Wenige Tage nach dem Fund rückten beauftragte Spezialisten an. Unterstützt wurden sie von der örtlichen Feuerwehr. Das Nest wurde mit spezieller Technik entfernt. Da kein zugelassenes Insektizid zur Verfügung steht, werden die Tiere nach der Sicherung durch Einfrieren abgetötet.
Weil auch die Königin gefunden wurde, stehen die Chancen gut, dass sich aus diesem Nest keine weitere Population im Raum Eisenhüttenstadt entwickeln kann.
Warum Imker besonders aufmerksam sind
Die Asiatische Hornisse ist kleiner als viele vermuten, aber für Honigbienen ein ernstes Problem.
Sie jagt Bienen gezielt und wartet häufig direkt vor den Fluglöchern der Bienenstöcke. Dort fängt sie einzelne Tiere ab, teilweise sogar im Flug. Für Bienenvölker kann das zu starkem Stress und erheblichen Verlusten führen.
Ein Volk der Asiatischen Hornisse kann außerdem sehr groß werden. Deshalb ist es wichtig, neue Nester möglichst früh zu entdecken und professionell entfernen zu lassen.
Für Menschen gilt: Abstand halten
Für Menschen ist eine einzelne Hornisse normalerweise kein Grund zur Panik. Wer dem Tier begegnet, sollte ruhig bleiben und Abstand halten.
Gefährlich kann es werden, wenn sich Menschen einem Nest nähern. Dann verteidigen die Tiere ihr Volk. Deshalb gilt: Nester niemals anfassen, nicht stören und auf keinen Fall selbst beseitigen.
Erkennbar ist die Asiatische Hornisse an ihrem dunklen Körper, einer orangefarbenen Zeichnung am Hinterleib und den auffällig gelben Beinenden.
Funde unbedingt melden
Wer eine verdächtige Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, sollte den Fund dokumentieren.
Wichtig sind ein Foto, der genaue Fundort, Datum und Uhrzeit. Meldungen können per E-Mail an vvmeldung@imker-brandenburgs.de oder über die App „Meine Umwelt“ abgegeben werden.
Nester sollten ausschließlich von geschulten Fachleuten entfernt werden.
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