Mit der Grundsteinlegung ist der Neubau der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung „Hand in Hand“ in Senftenberg jetzt auch sichtbar auf der Baustelle angekommen. Am Freitag, 17. April 2026, wurde in der Usedomer Straße 51 feierlich der Grundstein für das Millionenprojekt gelegt.
Grundsteinlegung in Senftenberg setzt wichtiges Zeichen
Zur Zeremonie kamen Landrat Siegurd Heinze, die Vorsitzende des Kreistages Martina Gregor-Ness, Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises, der Stadt Senftenberg, des Kreistages, außerdem Architekten, Planer und die Schulleitung zusammen. Auch Schülerinnen und Schüler waren Teil der Veranstaltung und sorgten mit einem musikalischen Beitrag für einen besonderen Moment.
Im Mittelpunkt stand das symbolische Versenken einer Zeitkapsel. Darin befinden sich unter anderem Baupläne, eine von Kindern gestaltete Zeichnung sowie eine aktuelle Tageszeitung. So soll ein Stück Zeitgeschichte für spätere Generationen erhalten bleiben.
Ein lang vorbereitetes Schulprojekt wird Realität
Landrat Siegurd Heinze betonte, dass der Landkreis alle Schulen in seiner Trägerschaft mit modernen und guten Lernbedingungen ausstatten wolle. Der Bedarf an einer zeitgemäßen und ausreichend großen Schule für die Förderschule „Hand in Hand“ sei seit Jahren bekannt. Mit dem Neubau werde dieses lange vorbereitete Vorhaben nun konkret umgesetzt.
Auch Schulleiterin Carola Naumburg sprach von einem lang ersehnten Schritt für die gesamte Schulgemeinschaft. Mit jedem sichtbaren Baufortschritt wachse die Vorfreude bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften auf ein modernes, barrierefreies und kindgerechtes Schulgebäude. Besonders bewegend sei, dass die Kinder das Entstehen ihrer neuen Schule Tag für Tag miterleben könnten.
Neubau für „Hand in Hand“ kostet rund 25 Millionen Euro
Bereits im September 2025 war mit der offiziellen Baustelleneröffnung der Startschuss für das Projekt gefallen. Schon damals wurden Schülerinnen und Schüler, Eltern, Anwohnende sowie Gäste aus Politik und Verwaltung auf das Gelände eingeladen. Begleitet wurde das von einem kleinen Schulfest mit Theater, Liedern und kreativen Beiträgen der Kinder.
Der Landkreis investiert rund 25 Millionen Euro in den Neubau. Entstehen soll die Schule auf einem etwa 9.460 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber des Bestandsgebäudes. Geplant ist ein moderner, zwei- bis dreigeschossiger Bau in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise mit begrünten Dächern, Photovoltaikanlage und Lösungen zur Regenwassernutzung. Vier Gebäudeflügel rund um einen offenen Innenhof sollen eine helle und freundliche Lernumgebung schaffen.
Die neue Schule bietet Platz für bis zu 120 Schülerinnen und Schüler sowie rund 50 Lehrkräfte. Vorgesehen sind unter anderem moderne Unterrichtsräume, Fachräume für Holz, Hauswirtschaft und Töpfern, Therapieräume, Lehrküchen, ein Schülercafé, ein Multifunktionsraum und großzügige Außenanlagen. Ziel ist es, beste Bedingungen für die persönliche, soziale und schulische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu schaffen.
Bauarbeiten laufen nach Plan
Die Bauarbeiten sind seit Herbst 2025 im Gange und verlaufen nach Angaben des Landkreises insgesamt planmäßig. Im Oktober 2025 wurden die Baustelleneinrichtung und der Bauzaun errichtet, gleichzeitig begannen die Tiefbauarbeiten. Es folgten die Arbeiten an den Versickerungsanlagen und später die Vorbereitung der Holzbauarbeiten.
Im Februar 2026 konnten die Tiefbauarbeiten sowie die Versickerungsanlagen erfolgreich abgenommen werden. Seitdem wurde die nächste Bauphase vorbereitet und umgesetzt. Im März 2026 entstanden das Tragpolster für die Bodenplatte sowie Gräben und Grundleitungen. Danach folgten Bodenaushub und Tragpolster für die Frostschürze. Seit Anfang April 2026 stehen die Betonarbeiten für Frostschürze und Streifenfundamente im Mittelpunkt.
Parallel dazu laufen die öffentliche Erschließung und die Anbindung der Medien an das Baugrundstück. Zwar gab es im Januar 2026 durch Frost und Schnee vorübergehende Behinderungen, diese konnten aber weitgehend aufgeholt werden.
So geht es nach der Grundsteinlegung weiter
Auch bei den Vergaben ist das Projekt bereits weit fortgeschritten. Vergeben wurden unter anderem die Rodungsarbeiten, die Baustelleneinrichtung, die Versickerungsanlagen, die Rohbauarbeiten, die Blitzschutzarbeiten, die Holzbau- und Zimmererarbeiten sowie die Errichtung einer Trafostation. Weitere wichtige Gewerke wie Stahlbau, Gerüstbau, Außenfenster, Türen und Glasfassade befinden sich in laufenden Verfahren.
Die kommenden Bauphasen sind bereits klar getaktet. Bis Mitte Mai 2026 sollen die Fundamentarbeiten abgeschlossen sein. Danach folgen die Erdgeschosswände bis Mitte Juni und die Decke über dem Erdgeschoss bis Mitte Juli. Die Holzbauarbeiten im Erdgeschoss sind bis Ende August 2026 vorgesehen, die Montage der Decken im zweiten Obergeschoss bis Ende Oktober 2026. Ab Oktober 2026 beginnen die Dachdichtungsarbeiten, der Innenausbau ist ab Februar 2027 geplant, die Arbeiten an den Freianlagen ab April 2027. Die Lieferung und der Einbau der Ausstattung sollen ab Dezember 2027 erfolgen.
Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist weiterhin für das Frühjahr beziehungsweise das 2. Quartal 2028 vorgesehen. Damit wächst in Senftenberg Schritt für Schritt ein moderner und zukunftsorientierter Schulstandort heran.
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