Spremberg hat seinem langjährigen Bürgermeister Egon Wochatz ein sichtbares Denkmal gesetzt. Der Platz vor dem Bahnhof trägt ab sofort den Namen „Egon-Wochatz-Platz“. Zudem erinnert eine mehrsprachige Gedenktafel an den Politiker, der die Stadt in einer entscheidenden Phase ihrer Geschichte geprägt hat.
Egon-Wochatz-Platz offiziell enthüllt
Genau 36 Jahre nach seinem Amtsantritt als Bürgermeister wurden das neue Straßenschild und die Gedenktafel feierlich enthüllt. Rund 70 Gäste nahmen an der Zeremonie teil.
Die Enthüllung übernahmen zwei Söhne von Egon Wochatz. Unter den Gästen befanden sich auch seine Witwe Renate Wochatz sowie weitere Familienangehörige.


Prägende Persönlichkeit der Nachwendezeit
In seiner Ansprache würdigte der 1. Stellvertretende Bürgermeister Frank Kulik die Verdienste des ehemaligen Stadtoberhauptes. Wochatz habe nach der politischen Wende maßgeblich zum Aufbau demokratischer kommunaler Strukturen beigetragen und wichtige Impulse für die Entwicklung der Stadt gesetzt.
Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche städtebauliche Herausforderungen angegangen und sichtbare Kriegsschäden sowie bauliche Defizite im Stadtzentrum beseitigt. Gleichzeitig stärkte er durch sein politisches und gesellschaftliches Engagement die Verbundenheit vieler Spremberger mit ihrer Heimatstadt.
Erinnerung in vier Sprachen
Die neue Gedenktafel erinnert in deutscher, sorbischer, polnischer und englischer Sprache an das Wirken von Egon Wochatz. Damit soll seine Bedeutung für die Stadt auch für Gäste und Besucher sichtbar werden.
Seine Witwe Renate Wochatz bedankte sich bei den Initiatoren der Namensverleihung, darunter dem Georgenbergverein und der Stadtverwaltung. Für die Familie sei die Ehrung ein Zeichen großer Wertschätzung.
Bürgermeister in bewegten Zeiten
Egon Wochatz wurde am 31. Mai 1990 von der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister gewählt und leitete die Geschicke Sprembergs vom 1. Juni 1990 bis Anfang Mai 2002. Auch nach seiner Amtszeit blieb er politisch und gesellschaftlich aktiv, unter anderem als Stadtverordneter und Kreistagsmitglied im Landkreis Spree-Neiße.
Mit der Benennung des Egon-Wochatz-Platzes erhält einer der prägenden Kommunalpolitiker der Nachwendezeit nun einen dauerhaften Platz im Stadtbild seiner Heimatstadt.
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Fotos: Stadtverwaltung Spremberg/Grodk/Konstanze Schirmer
























