Mehrere Eichen im Stadtgebiet von Lübben sind vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Stadtverwaltung informiert über die Gefahren der giftigen Brennhaare und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, befallene Bäume und Nester konsequent zu meiden.
Eichenprozessionsspinner Lübben: Mehrere Standorte betroffen
Nach Meldungen aus anderen Kommunen im Spreewald gibt es nun auch in Lübben mehrere bekannte Befallsorte. Nach Angaben der Stadt wurden Vorkommen auf einem Privatgrundstück im Bereich An den Eichen, an einem Straßenbaum in der Lubolzer Dorfstraße, an mehreren Eichen in der Wettiner Straße im Umfeld der Liuba-Grundschule neben dem Sportplatz, an einer Eiche am Garagenkomplex Am Kleinen Hain sowie im Bereich der Kita „Gute Laune“ an der Berliner Chaussee festgestellt.
An den bekannten Standorten werden Warnhinweise angebracht. Zudem erfolgen regelmäßige Kontrollen der betroffenen Bereiche.
Warum der Eichenprozessionsspinner gefährlich ist
Der ausgewachsene Nachtfalter gilt als harmlos. Problematisch sind jedoch die Raupen, die im Laufe ihrer Entwicklung feine Brennhaare ausbilden. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bereits bei geringem Kontakt gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Mögliche Folgen sind Hautrötungen, starker Juckreiz, Pusteln, Augenreizungen und Augenentzündungen. Auch Schwindel, Benommenheit und Fieber können auftreten. Werden die Brennhaare eingeatmet, drohen Husten, Atemwegsreizungen und in schweren Fällen Atemnot. Selten können sogar schwere allergische Reaktionen ausgelöst werden.
Besonders tückisch: Die Brennhaare können durch die Luft verbreitet werden und bleiben auch in alten oder verlassenen Nestern noch lange aktiv.
Sichtungen melden und Abstand halten
Die Stadt appelliert an die Bevölkerung, befallene Bäume und Gespinste weiträumig zu umgehen. Nester dürfen keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden. Auch bei der Entsorgung von Eichenlaub ist besondere Vorsicht erforderlich.
Sichtungen im Stadtgebiet können an den Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Lübben gemeldet werden. Befall in Waldgebieten ist dem Forstamt Dahme-Spreewald, Revier Lübben, mitzuteilen.
Stadt kontrolliert bekannte Befallsbereiche
Die örtliche Ordnungsbehörde überwacht die bekannten Standorte regelmäßig und kennzeichnet betroffene Bereiche mit Hinweisschildern. Falls weitere Maßnahmen notwendig werden, sollen spezialisierte Fachfirmen beauftragt werden.
Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Entfernung der Nester ausschließlich durch Fachbetriebe erfolgen sollte. Auf Privatgrundstücken sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer für die Beseitigung und die entstehenden Kosten verantwortlich. In Waldgebieten liegt die Zuständigkeit beim Forstamt Dahme-Spreewald.
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Fotot: Stadt Lübben, B. Möbes
























