Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht sich gegen ein Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren aus. Der SPD-Politiker fordert Änderungen an den Vorschlägen der Rentenkommission.
Aus seiner Sicht müsse ein Arbeitsleben von 45 Jahren ausreichen, um ohne Abschläge in Rente gehen zu können.
Abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren: Woidke sieht Reformbedarf
Woidke machte deutlich, dass für ihn die finanzielle Sicherheit im Alter im Mittelpunkt stehe. Wer jahrzehntelang gearbeitet habe, müsse später auch von der Rente leben können. Damit stellt sich Brandenburg gegen einen zentralen Punkt der diskutierten Rentenreform.
Kritik auch aus anderen ostdeutschen Ländern
Auch mehrere andere ostdeutsche Regierungschefs hatten sich bereits kritisch zu einem möglichen Aus der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren geäußert.
Dazu gehören die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin. Aus Berlin kamen dagegen positivere Signale zu den Vorschlägen der Rentenkommission.
Die Regelung wurde früher unter dem Begriff „Rente mit 63“ bekannt. Inzwischen liegt das tatsächliche Eintrittsalter für Beschäftigte mit 45 Beitragsjahren aber höher. Aktuell müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit entsprechend langer Versicherungszeit bis zum Alter von 64,5 Jahren arbeiten.
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