Die Städtepartnerschaft zwischen Forst und Wermelskirchen lebt weiter: Eine Delegation aus Nordrhein-Westfalen war vier Tage lang in der Rosenstadt zu Gast. Im Mittelpunkt standen dabei Gespräche zur Zusammenarbeit, Besuche wichtiger Orte in der Stadt und ein emotionaler Höhepunkt bei den Rosengartenfesttagen.
Wermelskirchens neu gewählter Bürgermeister Bernd Hibst reiste gemeinsam mit seinen Stellvertretern Stefan Leßenich und Norbert Galonska nach Forst. Eingeladen hatte Bürgermeisterin Simone Taubenek. Der Besuch knüpfte an das 36-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft an, die am 3. November 1990 offiziell besiegelt wurde.
Forst und Wermelskirchen wollen enger zusammenarbeiten
Im Rathaus von Forst ging es nicht nur um Erinnerungen, sondern vor allem um die Zukunft der Partnerschaft. Beide Seiten wollen den fachlichen Austausch zwischen den Verwaltungen wieder stärker beleben.
Besonders wichtig sind dabei zwei Themen: Digitalisierung der Verwaltung und strategische Akquise von Fördermitteln. Gerade für Kommunen sind beide Bereiche entscheidend, wenn Projekte schneller umgesetzt und neue Entwicklungen möglich gemacht werden sollen.
Auch der Austausch von Auszubildenden soll weitergeführt werden. Dieses Format gilt bereits als erfolgreich und soll jungen Verwaltungsmitarbeitenden Einblicke in die Partnerstadt ermöglichen.
Gäste erleben Stadtentwicklung und Lausitzer Wandel
Die Delegation aus Wermelskirchen bekam während ihres Aufenthalts ein breites Bild von Forst. Auf dem Programm standen unter anderem die Stadtkirche St. Nikolai, die Neiße-Brücken sowie Sportstätten wie Schwimmhalle und Freibad.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste vom neuen Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte. Der Standort steht für ein wichtiges Stück Stadtgeschichte und macht die industrielle Vergangenheit von Forst neu erlebbar. Auch der Strukturwandel in der Lausitz spielte eine Rolle. Eine Exkursion führte zu rekultivierten Flächen des ehemaligen Tagebaus, dazu kam ein Besuch auf Gut Neu Sacro.
Goldener-Buch-Eintrag bei den Rosengartenfesttagen
Der Besuch fiel bewusst in die Zeit der traditionellen Rosengartenfesttage. Damit konnten die Gäste aus Wermelskirchen eine der bekanntesten Veranstaltungen in Forst miterleben.
Gemeinsam mit der 33. Forster Rosenkönigin Stefanie III. nahm die Delegation an der Midissage der Schnittrosenschau im Ostdeutschen Rosengarten teil. Der feierliche Höhepunkt folgte am Samstagnachmittag, denn Bürgermeister Bernd Hibst trug sich offiziell in das Goldene Buch der Stadt Forst ein. Für die Städtepartnerschaft war das ein besonderer Moment und ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit.
Der Eintrag ins Goldene Buch wurde festlich begleitet. Bürgermeisterin Simone Taubenek, Bürgermeister Bernd Hibst und Rosenkönigin Stefanie III. zogen gemeinsam auf die Bühne. Für den würdevollen Rahmen sorgte der Karnevalsverein Forst-Sacro 1979 e.V.. Direkt danach eröffneten die Ehrensalutschüsse des Forster Schützenvereins e.V. den Samstagnachmittag der Rosengartenfesttage.
Städtepartnerschaft seit 1990
Die Verbindung zwischen Forst und Wermelskirchen besteht seit mehr als drei Jahrzehnten. Seit 1990 haben sich daraus zahlreiche Begegnungen, Besuche und gemeinsame Projekte entwickelt.
Gerade in Zeiten, in denen Kommunen ähnliche Herausforderungen haben, kann eine solche Partnerschaft viel bewirken. Sie bringt konkrete Ideen, neue Perspektiven und direkte Kontakte zwischen Menschen, die in ihren Städten Verantwortung tragen.
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