Millionenproblem Lagune: Cottbus kämpft weiter um die Zukunft des Freizeitbades

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 21. Mai 2026“.Liveblog ansehen

Die Zukunft der Lagune Cottbus bleibt ein großes Thema in der Stadt. Für die dringend benötigte Modernisierung des Sport- und Freizeitbades gibt es erneut schlechte Nachrichten: Die Hoffnung auf mehrere Millionen Euro Fördergeld vom Bund hat sich vorerst zerschlagen. Dabei braucht die Lagune nach fast 20 Jahren Betrieb an vielen Stellen dringend Investitionen.


Hohe Verluste belasten Stadt und GWC

Die Lagune gehört zur Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC). Nach Angaben des Unternehmens entstehen dort jedes Jahr hohe Verluste im sechsstelligen Bereich. Diese Kosten tragen sowohl die GWC als auch die Stadt Cottbus mit. Trotzdem gilt die Lagune weiterhin als wichtiger Freizeit-, Schul- und Sportstandort für die gesamte Region.

Deshalb wird aktuell offenbar stärker über einzelne Sanierungsmaßnahmen nachgedacht. Eine mögliche Variante:
Die Wassertechnik gezielt erneuern und das Bad dadurch noch viele Jahre weiterbetreiben. Genau dazu arbeitet die Lagune momentan an einer Analyse.


Bund lehnt Förderantrag ab

Cottbus hatte auf rund 4,6 Millionen Euro aus einem bundesweiten Förderprogramm für Sportstätten gesetzt. Doch die Lagune ging diesmal leer aus. Wie die Stadt der Lausitzer Rundschau mitteilte, wurde der Antrag nicht berücksichtigt. Gründe dafür wurden offenbar nicht genannt. Klar ist aber: Das Förderprogramm war massiv überlaufen. Tausende Projekte aus ganz Deutschland hatten sich beworben.

Trotzdem will die Stadt nicht aufgeben und erneut Fördermittel beantragen.


Sanierung könnte Millionen verschlingen

Wie viel Geld die Lagune tatsächlich braucht, hängt davon ab, wie umfangreich die Arbeiten am Ende werden. Die Spannweite reicht von kleineren energetischen Verbesserungen bis hin zu einer deutlich größeren Modernisierung der gesamten Anlage. Nach aktuellen Einschätzungen liegt der Investitionsbedarf irgendwo zwischen mehreren Millionen und einem kompletten Umbaupaket.

Als kritischster Bereich gilt derzeit die Technik rund um Wasseraufbereitung und Versorgung. Kurzfristig bestehe zwar keine Gefahr, langfristig müsse dort aber dringend gehandelt werden. Die Gebäudestruktur selbst sei dagegen grundsätzlich weiter nutzbar, auch wenn energetisch vieles nicht mehr auf modernem Stand sei.

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Autor: Redaktion

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