Waldbrand Jüterbog

Waldbrand bei Jüterbog wächst auf über 100 Hektar

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Das Wochenende im Ticker – 01.05. – 03.05.2026“.Liveblog ansehen

Der Waldbrand bei Jüterbog hat eine neue Dimension erreicht: Zwei Tage nach Ausbruch stehen inzwischen mehr als 100 Hektar Wald in Flammen. Damit handelt es sich um den bislang größten Brand der Saison in Brandenburg.

Waldbrand bei Jüterbog: Flammen fressen sich durch das Gelände

Ausgehend von einer zunächst kleineren Fläche hat sich das Feuer seit Freitag massiv ausgedehnt. Radio Cottbus berichtete bereits gestern von dem Feuer. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die betroffene Fläche von wenigen Hektar auf jetzt über 113 Hektar an. Das teilt der rbb mit.

Trotz dieser Entwicklung gilt: Das Feuer bewegt sich weiterhin innerhalb eines angelegten Systems aus Brandschutzstreifen, die eine unkontrollierte Ausbreitung verhindern sollen.

Munitionsbelasteter Boden verhindert direkte Löscharbeiten

Das größte Problem bleibt das Gelände selbst. Der ehemalige Truppenübungsplatz ist mit Altmunition belastet, wodurch ein direkter Einsatz im Brandgebiet zu gefährlich ist.

Immer wieder kommt es zu Explosionen, weshalb die Feuerwehr nur aus sicherer Entfernung agieren kann. Die Strategie: Warten, bis die Flammen die Schutzstreifen erreichen.

Einsatzkräfte setzen auf bewährte Taktik

Die eingesetzten Kräfte beobachten die Lage intensiv – unter anderem mit Drohnen. Tanklöschfahrzeuge stehen bereit, greifen aber nur gezielt ein, wenn sich sichere Möglichkeiten ergeben.

Ein Einsatz aus der Luft ist derzeit nicht vorgesehen, da die Wirkung im Verhältnis zum Risiko als gering eingeschätzt wird.

Wind könnte Lage weiter verschärfen

Sorgen bereitet vor allem das Wetter: auffrischender Wind kann das Feuer zusätzlich antreiben und die Ausbreitung beschleunigen.

Zwar wird in den kommenden Tagen Regen erwartet, doch ob dieser ausreicht, um den Brand nachhaltig zu stoppen, ist derzeit noch unklar.

Rauch zieht bis nach Berlin

Die starke Rauchentwicklung ist inzwischen weit über die Region hinaus spürbar. Selbst in Teilen von Berlin liegt Brandgeruch in der Luft.

Anwohner in betroffenen Gebieten werden weiterhin gebeten:
Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungsanlagen abschalten.

Foto: Blaulichtreport Lausitz

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Autor: Redaktion

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