Der Stellenrückgang Brandenburg gehört bundesweit zu den stärksten. Laut einer aktuellen Arbeitsmarktanalyse liegt Brandenburg im Ländervergleich auf Platz zwei der größten Einbrüche bei Stellenausschreibungen.
Während die Arbeitslosenzahlen steigen, schreiben viele Unternehmen gleichzeitig weniger neue Jobs aus. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich.
Stellenrückgang Brandenburg in allen Branchen
Die Untersuchung zeigt: In Brandenburg sind die Stellenanzeigen in allen untersuchten Wirtschaftsbereichen in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen.
Besonders drastisch ist der Rückgang im Bereich Naturwissenschaft, Geografie, Informatik. Hier gibt es aktuell 78,04 Prozent weniger Stellen als noch vor drei Jahren. Das ist der höchste Wert bundesweit in diesem Bereich.
Auch kurzfristig zeigt sich ein starker Einbruch: In den vergangenen drei Monaten verzeichnete Brandenburg im Bereich Geisteswissenschaften, Kultur und Gestaltung den bundesweit größten Rückgang mit über 52 Prozent weniger ausgeschriebenen Stellen.
Thüringen am stärksten betroffen
Im Bundesvergleich liegt Thüringen auf Platz eins beim Stellenrückgang. In mehreren Branchen gingen die Stellenanzeigen dort besonders stark zurück.
Brandenburg folgt direkt dahinter und erhält in der Gesamtbewertung einen sehr niedrigen Indexwert. Das unterstreicht, wie stark der Stellenrückgang Brandenburg im bundesweiten Vergleich ausfällt.
Hamburg mit geringstem Rückgang
Am anderen Ende der Tabelle steht Hamburg. Dort sind die Rückgänge im Vergleich deutlich geringer. In einigen Bereichen blieben die Einbrüche unter 25 Prozent, in einem Bereich gab es sogar einen Anstieg.
Trotzdem zeigt sich auch dort insgesamt ein negativer Trend – wenn auch weniger ausgeprägt als in Ostdeutschland.
Arbeitsmarkt im Wandel
Der Stellenrückgang Brandenburg fällt in eine Phase, in der Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten zurückhaltender einstellen. Gleichzeitig konkurrieren mehr Bewerberinnen und Bewerber um weniger offene Stellen.
Die Entwicklung wirft Fragen für den regionalen Arbeitsmarkt auf – gerade mit Blick auf Fachkräfte, Strukturwandel und Zukunftsbranchen.
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