Smart Stores in Brandenburg

Brandenburg erlaubt 24/7-Smart-Stores mit neuen Ladenöffnungsregeln

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 15. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Brandenburg schafft neue Regeln für sogenannte Smart Stores. Vollautomatisierte Läden ohne dauerhaft anwesendes Personal können künftig flexibler und auch rund um die Uhr öffnen. Handelsverband, Städte- und Gemeindebund sowie die drei Brandenburger Industrie- und Handelskammern begrüßen die Änderung ausdrücklich.

Damit passt das Land sein Ladenöffnungsgesetz an neue Verkaufsformen an. Bislang behandelte das Gesetz autonome Verkaufsstellen wie gewöhnliche Geschäfte und verhinderte damit eine durchgehende Öffnung.

Smart Stores sollen Versorgung auf dem Land verbessern

Smart Stores funktionieren weitgehend automatisch und kommen ohne dauerhaft anwesendes Verkaufspersonal aus. Kunden können dort selbstständig einkaufen und in der Regel bargeldlos bezahlen. Vor allem in dünn besiedelten Regionen sehen die beteiligten Verbände darin eine Chance. Dort fehlen vielerorts wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten.

Björn Fromm, Präsident des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, sieht Smart Stores deshalb als wichtigen Baustein für die Nahversorgung. Die neuen Regeln schaffen aus seiner Sicht Rechtssicherheit, reduzieren Bürokratie und erleichtern Unternehmen den Betrieb solcher Verkaufsstellen.

IHK Cottbus begrüßt Rechtssicherheit für Unternehmen

Auch die IHK Cottbus unterstützt die neuen Vorgaben. IHK-Präsident Jens Warnken erklärt für die Landesarbeitsgemeinschaft der Brandenburger IHKs, dass Unternehmen nun endlich Planungssicherheit für automatisierte Verkaufsstellen erhalten. Politik, Verbände und Kammern hätten bei den neuen Regeln auch praktische Anforderungen an Genehmigungsverfahren berücksichtigt. Die IHK sieht darin ein wichtiges Signal für Unternehmen und Kommunen.

24 Stunden einkaufen – auch außerhalb der Zentren

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg sieht in den Smart Stores ebenfalls eine Chance für kleinere Orte. Geschäftsführer Jens Graf verweist darauf, dass andere Bundesländer bereits ähnliche Konzepte nutzen. Brandenburg ermöglicht nun ebenfalls flexible Öffnungszeiten bis hin zu 24 Stunden am Tag und sieben Tagen in der Woche.

Damit können Smart Stores bestehende Angebote ergänzen und Versorgungslücken schließen. Gleichzeitig sollen sie den stationären Handel gegenüber dem Onlinehandel stärken.

Verbände fordern weitere Änderungen bei Sonntagsöffnungen

Für Handelsverband, Kommunen und IHKs endet der Bürokratieabbau damit allerdings noch nicht. Die Verbände sehen weiteren Änderungsbedarf bei verkaufsoffenen Sonntagen. Aktuell müssen Sonntagsöffnungen an einen besonderen Anlass geknüpft sein. Diese Vorgabe wollen sie überprüfen lassen. Ihr Ziel: Kommunen und Unternehmen sollen mehr Spielraum bei der Organisation verkaufsoffener Sonntage bekommen.

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Autor: Redaktion

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