Ein Jugendprojekt aus Cottbus bekommt bundesweite Anerkennung: Der Bundesausschuss Politische Bildung zeichnet RevierUPGRADE 2.0 mit dem Preis Politische Bildung 2026 aus. Das Projekt bringt junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren in Cottbus und Halle zusammen und zeigt ihnen, wie sie den Strukturwandel in ihrer Region selbst mitgestalten können. Die BUNDjugend Brandenburg und das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) setzen RevierUPGRADE 2.0 gemeinsam um.
Junge Menschen entwickeln Ideen für ihre Stadt
Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich bisher noch wenig mit Strukturwandel oder Klimaschutz beschäftigt haben. In Workshops, Exkursionen und weiteren Bildungsangeboten beschäftigen sie sich mit Fragen aus ihrem direkten Lebensumfeld: Wie soll sich der eigene Stadtteil entwickeln? Wie gerecht läuft der Strukturwandel ab? Welche Folgen hat der Klimawandel für das Wasser in der Lausitz? Und wie können junge Menschen selbst etwas verändern?
Damit verbindet RevierUPGRADE 2.0 politische Bildung mit konkreten Erfahrungen vor Ort.
Eines von drei ausgezeichneten Projekten deutschlandweit
Der Preis Politische Bildung 2026 steht unter dem Motto „Stimmen für morgen – Generationengerechtigkeit gestalten“. RevierUPGRADE 2.0 gehört zu drei Projekten aus ganz Deutschland, die der Bundesausschuss Politische Bildung in diesem Jahr auszeichnet. Cottbus und Halle verbindet dabei eine ähnliche Geschichte. Beide Städte liegen in Regionen, die über Jahrzehnte die Braunkohle geprägt hat und die heute einen umfassenden Strukturwandel erleben.
Auch in Cottbus stehen bereits die nächsten Aktionen fest. Am 14. November wollen die Teilnehmer gemeinsam mit dem Stadtteilmanagement Hochbeete an der Schopenhauer Straße in Sachsendorf bepflanzen. Im Jahr 2027 plant das Projekt außerdem Kartenworkshops. Dabei können junge Menschen ihre Ideen und Wünsche für Sachsendorf festhalten und diskutieren. Die Projektverantwortlichen wollen die Ergebnisse anschließend auch in Beteiligungs- und Planungsprozesse einbringen. Damit können junge Cottbuserinnen und Cottbuser konkrete Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung ihres Stadtteils beisteuern.
Wasser und Strukturwandel im Mittelpunkt
RevierUPGRADE 2.0 legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Themen Wasser und Wassergerechtigkeit. Die Teilnehmer beschäftigen sich damit, wie sich Klimawandel und Strukturwandel auf die Wasserversorgung und die Lebensbedingungen in der Lausitz auswirken. Gleichzeitig entwickeln sie eigene Ideen für eine lebenswerte Zukunft ihrer Region. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt über das KoMoNa-Programm.
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