Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus? Genau darüber haben jetzt Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung beim 26. Brandenburger Energietag an der BTU Cottbus-Senftenberg gesprochen. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen rund um Stromnetze, Energiespeicher und die Zukunft der Energieinfrastruktur in Brandenburg und der Lausitz. Die Veranstaltung gilt als eines der wichtigsten Energietreffen im Land und brachte erneut zahlreiche Fachleute nach Cottbus.
Lausitz wird zum Energiestandort der Zukunft
Die Lausitz entwickelt sich immer stärker zu einer Modellregion für die Energiewende. Nach Ansicht der BTU entstehen hier neue Technologien, innovative Projekte und wichtige Partnerschaften für eine klimaneutrale Energieversorgung. Erstmals öffnete beim Energietag auch das Energie-Innovationszentrum Cottbus (EIZ) seine Türen. Besucher konnten bei Laborführungen aktuelle Forschungsprojekte rund um die Energiewende kennenlernen.
Neue Herausforderungen für Brandenburg
Brandenburg produziert inzwischen mehr Strom aus erneuerbaren Energien als im Land selbst verbraucht wird. Gleichzeitig wachsen dadurch die Anforderungen an Stromnetze, Speicher und die gesamte Infrastruktur. Wirtschafts- und Energieministerin Martina Klement betonte, dass eine sichere und bezahlbare Energieversorgung entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Brandenburg sei. Deshalb müsse die Infrastruktur künftig noch leistungsfähiger und widerstandsfähiger werden.
Energiebranche setzt auf schnelleren Netzausbau
Auch die Wirtschaft sieht Handlungsbedarf. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammern stoßen Unternehmen und Netzbetreiber immer häufiger auf Probleme bei Netzanschlüssen und verfügbaren Kapazitäten. Deshalb fordern viele Unternehmen schnellere Genehmigungsverfahren, einfachere Antragswege und einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze.
Austausch über die Energieversorgung von morgen
Neben Fachvorträgen und Diskussionen standen beim Energietag auch konkrete Lösungsansätze im Mittelpunkt. In mehreren Fachforen wurde über Stromerzeugung, Einspeisung, Finanzierung und zukünftige Rahmenbedingungen diskutiert. Eine weitere Neuheit war ein eigenes Vernetzungstreffen für Frauen in der Energiebranche. Damit soll die Sichtbarkeit von Energieexpertinnen gestärkt und der Austausch innerhalb der Branche gefördert werden.
BTU als wichtiger Partner der Energiewende
Mit dem Energietag wurde erneut deutlich, welche Rolle die BTU Cottbus-Senftenberg und das Energie-Innovationszentrum Cottbus für die Entwicklung der Lausitz spielen. Die Region soll auch künftig eine Schlüsselrolle bei der Transformation der Energieversorgung übernehmen und neue Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende entwickeln.
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Foto: BTU / Sascha Thor
























