Verbraucherschutzministerkonferenz: Brandenburg fordert härteres Vorgehen gegen Fake-Shops

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 22. Juni 2026“.Liveblog ansehen

Die Verbraucherschutzministerkonferenz in Potsdam setzt ein deutliches Signal gegen betrügerische Online-Shops. Deshalb fordern die Länder jetzt schnellere Verfahren, damit Fake-Shops künftig rascher aus dem Netz genommen werden können. Brandenburg hatte 2026 den Vorsitz der Konferenz inne.

Verbraucherschutzministerkonferenz setzt Schwerpunkt auf Fake-Shops

Auf Online-Marktplätzen nehmen betrügerische Angebote, Fälschungen und irreführende Verkaufsseiten zu. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird es dadurch immer schwieriger, seriöse Shops von kriminellen Fake-Shops zu unterscheiden.

Bei der 22. Verbraucherschutzministerkonferenz wurden insgesamt 37 Beschlüsse zu aktuellen Themen gefasst. Dabei war ein Schwerpunkt der Kampf gegen betrügerische Webseiten.

Brandenburg fordert schnellere Abschaltung von Fake-Shops

Der Antrag mit dem Titel „Fakeshops identifizieren reicht nicht aus: Wer betrügt, wird abgeschaltet“ wurde einstimmig beschlossen. Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen hatten ihn eingebracht.

Gefordert wird ein nationaler Aktionsplan unter Federführung des Bundes. Ziel ist es, Polizei, Justiz, Verbraucherschutz und Cybersicherheit besser zu vernetzen. Denn nach Auffassung der Länder reichen bisherige Verfahren nicht aus, um betrügerische Seiten schnell genug zu sperren.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt betonte, Digitalisierung bringe neben Erleichterungen auch neue Risiken. Online-Betrug müsse deshalb konsequent und zügig bekämpft werden.

Fakeshop-Finder entdeckt jeden Monat neue Betrugsseiten

Die Verbraucherzentralen bieten einen Fakeshop-Finder an. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg werden darüber monatlich rund 1.800 neue betrügerische Online-Shops erkannt.

Die Verbraucherschutzministerkonferenz fordert zudem, dass Werbung für Fake-Shops in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken leichter abgeschaltet werden kann.

Weitere Themen der Verbraucherschutzministerkonferenz: KI-Agenten, digitale Käufe und Laden an E-Autos

Neben Fake-Shops ging es in Potsdam auch um neue Risiken durch KI-Agenten im Online-Handel. Diese Systeme können selbstständig Produkte bestellen, Tickets buchen oder Verträge wechseln. Die Länder verlangen klare Regeln: Nutzer sollen Preisgrenzen, Angebote und Kündigungsmöglichkeiten selbst festlegen und Entscheidungen jederzeit stoppen können.

Weitere Themen waren besserer Schutz bei digitalen Lizenzen für Musik, Filme, Bücher und Programme, transparentere Preise an öffentlichen E-Ladesäulen sowie ein stärkerer Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Einweg-E-Zigaretten.

Immer up to date für die Lausitz: unser Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews