Viele Projekte in der Lausitz wären ohne das Förderprogramm LEADER nie entstanden. Ob sanierte Dorfzentren, neue Treffpunkte, touristische Angebote oder Unterstützung für kleine Unternehmen – seit Jahren fließt über das Programm Geld in die Region. Doch genau diese Förderung könnte ab 2028 deutlich unsicherer werden.
Spreewaldverein warnt vor Kürzungen
Bei der Mitgliederversammlung des Spreewaldvereins stand jetzt vor allem eine Frage im Mittelpunkt:
Wie geht es künftig mit der Entwicklung des ländlichen Raums weiter?
Hintergrund sind aktuelle Diskussionen innerhalb der Europäischen Union über die Neuaufstellung verschiedener Förderprogramme. Dabei wächst die Sorge, dass Regionen wie der Spreewald künftig weniger Geld erhalten könnten.
Das Förderprogramm unterstützt seit Jahren ganz unterschiedliche Vorhaben im ländlichen Raum. Dazu gehören unter anderem Dorfgemeinschaftshäuser, touristische Projekte, Vereinsarbeit, Infrastruktur oder Angebote für Familien und junge Menschen. Wichtig ist dabei, dass nicht Behörden allein über die Projekte entscheiden, sondern Menschen aus der Region selbst. Kommunen, Vereine, Unternehmen und Bürger entwickeln gemeinsam Ideen für ihre Orte und stimmen über Förderungen mit ab.
Spreewald fordert verlässliche Unterstützung
Der Spreewaldverein macht deshalb klar:
Die Dörfer und Kleinstädte dürfen bei der künftigen EU-Förderpolitik nicht abgehängt werden. Nach Ansicht der Verantwortlichen braucht der ländliche Raum langfristig sichere finanzielle Unterstützung, damit Projekte vor Ort überhaupt umgesetzt werden können. Vor allem kleinere Initiativen könnten sonst schnell an steigenden Eigenanteilen oder fehlenden Fördermitteln scheitern.
Wie wichtig das Programm für Brandenburg ist, zeigen auch die Zahlen der vergangenen Jahre. Seit 2014 wurden landesweit tausende Projekte umgesetzt und Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro angestoßen. Davon profitieren nicht nur Kommunen und Unternehmen, sondern auch das gesellschaftliche Leben auf dem Land.
Neben dem Geld geht es den Regionen auch um die Frage, wer künftig über Projekte entscheiden darf. Denn genau diese regionale Mitbestimmung gilt als große Stärke von LEADER. Der Spreewaldverein setzt sich deshalb gemeinsam mit anderen Regionen in Brandenburg dafür ein, dass das Programm auch nach 2027 erhalten bleibt.
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