Die Stadt Calau warnt vor irreführenden Schreiben zum Wechsel von Stromzählern. Aktuell bekommen Bürgerinnen und Bürger Post von der Deutschen Messwesen GmbH aus Berlin, die über den Einbau digitaler Stromzähler informiert.
Nach Angaben der Stadt kann der Eindruck entstehen, dass schnelles Handeln nötig sei. Eine allgemeine Pflicht zum Wechsel auf ein Smart Meter besteht für viele Haushalte aber nicht.
Smart Meter in Calau: Schreiben genau prüfen
Die Stadtverwaltung empfiehlt, die Briefe aufmerksam zu lesen und keine vorschnelle Entscheidung zu treffen. Bei der Deutschen Messwesen GmbH handelt es sich um ein gewerblich tätiges Unternehmen.
Bürgerinnen und Bürger sind nicht verpflichtet, auf das Schreiben zu reagieren oder ein Angebot anzunehmen.
Wann ein digitaler Stromzähler Pflicht sein kann
Ein intelligentes Messsystem ist derzeit nur in bestimmten Fällen vorgeschrieben. Das betrifft zum Beispiel Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden.
Auch bei bestimmten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Wallboxen oder größeren Klimaanlagen kann ein Smart Meter nötig werden, wenn diese seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb sind. Gleiches gilt für Erzeugungsanlagen mit mehr als 7 Kilowatt Leistung, etwa größere Photovoltaikanlagen.
Für viele normale Haushalte gilt: Ein Wechsel ist aktuell grundsätzlich nicht verpflichtend.
Kosten können deutlich höher liegen
Die Stadt rät außerdem, die Kosten genau zu vergleichen. Nach Angaben der Deutschen Messwesen GmbH kostet der Messstellenbetrieb 99 Euro pro Jahr.
Zum Vergleich: Bei einem grundzuständigen Messstellenbetreiber liegt die gesetzliche Preisobergrenze für Haushalte mit einem Jahresverbrauch bis 20.000 Kilowattstunden derzeit bei 50 Euro pro Jahr.
Der zuständige grundständige Messstellenbetreiber im Stromnetz von Calau ist MITNETZ STROM.
Wer unsicher ist, sollte sich zuerst beim zuständigen Netz- oder Messstellenbetreiber oder bei einer Verbraucherberatungsstelle informieren. Die Stadt Calau rät ausdrücklich, sich nicht zu schnellen Terminvereinbarungen oder Entscheidungen drängen zu lassen.
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