Am 18. und 19. September trainieren Katastrophenschutzbehörden und Einsatzkräfte aus der Lausitz gemeinsam für eine großflächige Hochwasserlage. Bei der Übung „Spree – FLUT 2026“ wird unter anderem die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg getestet. Für Autofahrer gibt es eine Einschränkung: Am 19. September wird die L50 bei Burg zeitweise gesperrt.
Lausitz trainiert den Ernstfall Hochwasser
Die Übung setzt die Reihe „Die Lausitz übt!“ aus den Jahren 2024 und 2025 fort.
Im Mittelpunkt stehen diesmal vor allem die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden, stabile Führungsstrukturen und eine verlässliche Kommunikation.
Auch Schichtwechsel und die gegenseitige Unterstützung von Einsatz- und Führungseinheiten werden unter möglichst realistischen Bedingungen geprobt.
Hintergrund ist ein angenommenes Hochwasser entlang der Spree, das sich über mehrere Tage hinzieht.
Cottbus und mehrere Landkreise beteiligt
Mit dabei sind unter anderem die Stadt Cottbus und der Landkreis Spree-Neiße mit ihren Verwaltungs- und Führungsstäben. Auch Spremberg und Neuhausen/Spree sind beteiligt. Weitere Kräfte kommen aus den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald.
Cottbus und Spree-Neiße werden zudem durch die gemeinsame SEG Führungsunterstützung unterstützt. Ziel ist es, auch bei einer länger andauernden Lage handlungsfähig zu bleiben.
L50 bei Burg am 19. September gesperrt
Größere Auswirkungen für die Öffentlichkeit sind nicht geplant. Eine Ausnahme gibt es am Samstag, 19. September: Zwischen etwa 8:20 Uhr und 9:40 Uhr wird die L50 im Amt Burg zwischen Fehrow und Striesow zeitweise gesperrt.
Grund ist die Schließung einer Deichscharte, die Teil der Übung ist. Eine ausgeschilderte Umleitung wird für diesen Zeitraum nicht eingerichtet. Auswirkungen auf den ÖPNV werden nach Angaben der Organisatoren nicht erwartet.
Deichsicherung, Digitalfunk und Bundeswehr beim Praxistag
Am 19. September gibt es zusätzlich einen Praxistag für Einsatzkräfte.
Dabei geht es unter anderem um Deichsicherung mit dem Technischen Hilfswerk, eine mobile Digitalfunk-Basisstation und mögliche Unterstützungsleistungen der Bundeswehr.
Auch die psychosoziale Notfallversorgung sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden in die Übung einbezogen.
Für ein gemeinsames Lagebild kommt die Software CommandX zum Einsatz.
Fokus liegt auf Kommunikation und Durchhaltefähigkeit
Bei „Spree – FLUT 2026“ soll ausdrücklich nicht jede denkbare Entwicklung einer Hochwasserlage durchgespielt werden. Im Vordergrund stehen Aufbau, Struktur, Kommunikation und Durchhaltefähigkeit der beteiligten Stellen.
Auch die Versorgung der Einsatzkräfte wird im Schichtbetrieb getestet. Dafür wird während der Übung eine gemeinsame Verpflegungsstelle im Spreecamp Neuhausen eingerichtet.
Bild: Leitstelle Lausitz
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