Zahnvorsorge in Brandenburg: Rund 68 Prozent gehen zur Kontrolle

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 7. September 2026“.Liveblog ansehen

Brandenburg gehört bei der zahnärztlichen Vorsorge bundesweit zu den Ländern mit einer vergleichsweise hohen Inanspruchnahme. Rund 68 Prozent der Versicherten ab 20 Jahren nutzten 2024 eine Vorsorgeuntersuchung. Das zeigt der aktuelle Zahnreport der BARMER. Allerdings ist die Quote gegenüber 2010 gesunken.

Damals lag der Wert in Brandenburg noch bei 72,5 Prozent. Bundesweit gingen 2024 rund 64 Prozent der Versicherten ab 20 Jahren zur zahnärztlichen Vorsorge.

Zahnvorsorge in Brandenburg: Quote seit 2010 gesunken

Die Zahlen zeigen über einen längeren Zeitraum einen Rückgang. Besonders deutlich war zwischenzeitlich der Effekt der Corona-Pandemie.

2019 lag die Vorsorgequote in Brandenburg noch bei 70,4 Prozent. Im ersten Pandemiejahr 2020 sank sie auf 66,6 Prozent.

Die BARMER bewertet regelmäßige Kontrolluntersuchungen als wichtigen Bestandteil der Prävention. Erkrankungen sollen dadurch möglichst früh erkannt und aufwendigere Behandlungen vermieden werden.

Elbe-Elster mit höchster Quote in Brandenburg

Innerhalb Brandenburgs gibt es deutliche regionale Unterschiede. Im Landkreis Elbe-Elster war die Inanspruchnahme der zahnärztlichen Vorsorge mit 74,3 Prozent am höchsten.

Den niedrigsten angegebenen Wert in Brandenburg verzeichnete Frankfurt (Oder) mit 63,3 Prozent.

Deutschlandweit lagen die Werte 2024 zwischen rund 58 Prozent im Saarland und etwa 68 Prozent in Brandenburg. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte betrugen die Unterschiede teilweise mehr als 20 Prozentpunkte.

Unterschiede auch bei Parodontalbehandlungen

Bei aufwendigeren Behandlungen zeigt der Zahnreport ebenfalls regionale Unterschiede. 3,8 Prozent der Versicherten ab 20 Jahren in Brandenburg nahmen 2024 Parodontalbehandlungen in Anspruch.

Damit liegt Brandenburg knapp über dem bundesweiten Wert von 3,7 Prozent. In Berlin waren es 3,1 Prozent. Deutschlandweit reicht die Spanne von 2,6 Prozent in Thüringen bis 4,4 Prozent in Nordrhein-Westfalen.

Als mögliche Gründe für regionale Unterschiede werden unter anderem die Erreichbarkeit spezialisierter Einrichtungen, die Zahnarztdichte, vorhandene Behandlungskapazitäten, regionale Versorgungsstrukturen und soziale Faktoren genannt.

Zahnreport basiert auf Daten seit 2010

Grundlage des BARMER-Zahnreports sind Abrechnungsdaten aus dem Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2024. Zusätzlich wurden unter anderem regionale Daten zur Zahnarztdichte und zu vertragszahnärztlichen Neuzulassungen sowie Einkommensdaten berücksichtigt.

Die Ergebnisse zeigen zugleich eine Herausforderung für die kommenden Jahre: Auch die Altersstruktur bei Zahnärztinnen und Zahnärzten spielt für die Versorgung eine zunehmende Rolle, wenn ausscheidende Praxisinhaber nicht überall Nachfolger finden.

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Autor: Redaktion

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