Bei der Vergabekonferenz 2026 für die Stadt Spremberg/Grodk wurden die geplanten öffentlichen Aufträge der Stadt und der kommunalen Unternehmen im Spremberger Spreekino präsentiert. Für die Stadt Spremberg/Grodk übernahm das Kerstin Schenker, zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Foto: ASG Spremberg GmbH/Tobias Roitsch

Vergabekonferenz in Spremberg: Millionen-Aufträge für 2026 geplant

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In Spremberg stehen 2026 zahlreiche Vergaben mit einem Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro an. Stadt, kommunale Unternehmen und weitere öffentliche Akteure haben bei einer Vergabekonferenz vorgestellt, welche Arbeiten und Dienstleistungen in den kommenden Monaten ausgeschrieben werden sollen. 

Vergaben für Unternehmen in Spremberg vorgestellt

Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 lokalen und regionalen Firmen waren bei der Vergabekonferenz im Spremberger Spreekino dabei. Eingeladen hatten die Stadt Spremberg/Grodk und die ASG Spremberg GmbH als Wirtschaftsförderer. Im großen Kinosaal gab es einen kompakten Überblick über geplante Ausschreibungen und Ansprechpartner.

Mit der Konferenz sollen Unternehmen frühzeitig wissen, welche Vergaben anstehen und in welchen Bereichen sie sich bewerben können. Gerade für Handwerksbetriebe, Bauunternehmen, Planer, Dienstleister und technische Firmen kann das wichtig sein.

Neun Millionen Euro für Erweiterungsbau der BOS

Eines der größten Projekte ist der Erweiterungsbau der Berufsorientierenden Oberschule Spremberg an der Wirthstraße und Friedrichstraße. Für das Vorhaben wurde Anfang Juni bereits der Grundstein gelegt. In den kommenden Monaten sollen zahlreiche Gewerke vergeben werden. Dazu gehören unter anderem Elektroarbeiten, Gebäudeautomation, informationstechnische Anlagen, Trockenbau, Innenputz, Malerarbeiten, Fliesen- und Plattenarbeiten sowie Schlosserarbeiten. Auch Arbeiten an den Außenanlagen und die Küchenausstattung stehen auf der Liste der geplanten Vergaben.

Der geschätzte Brutto-Auftragswert für den Erweiterungsbau liegt bei rund neun Millionen Euro. Zusätzlich soll an dem Standort ein Stadthaus entstehen.

Schwimmhalle soll saniert und erweitert werden

Ein weiteres großes Vorhaben betrifft die Spremberger Schwimmhalle. Dort sind Sanierung und Erweiterung geplant. Der geschätzte Brutto-Auftragswert liegt bei rund fünf Millionen Euro. Welche einzelnen Lose wann ausgeschrieben werden, hängt vom weiteren Projektverlauf ab. Klar ist aber: Die Schwimmhalle gehört zu den großen Bauprojekten, die 2026 in Spremberg vorbereitet und umgesetzt werden sollen. Neben neuen Aufträgen für Bauunternehmen könnten daraus auch Arbeiten für technische Gewerke, Ausstattung und weitere Dienstleister entstehen.

Industriepark Schwarze Pumpe plant Süderweiterung

Auch am Industriepark Schwarze Pumpe stehen größere Maßnahmen an. Die ASG Spremberg GmbH hat mehrere Vorhaben angekündigt, die mit der geplanten Süderweiterung des Industrieparks zusammenhängen. Zunächst geht es unter anderem um Rodungsarbeiten und die Vorbereitung von Baufeldern. Danach sollen Rückbau- und Abbruchmaßnahmen folgen.

Ein besonders großer Posten ist die infrastrukturelle Erschließung. Dafür ist ein Leistungsumfang von rund neun Millionen Euro vorgesehen. Außerdem sollen die Sicherheitsdienstleistungen am Industriepark neu ausgeschrieben werden. Der Netto-Auftragswert liegt laut Präsentation bei rund 4,6 Millionen Euro. Damit gehören die geplanten Vergaben am Industriepark zu den umfangreichsten Projekten in der Region.

Krankenhaus, Stadtwerke und Wasserverband planen Arbeiten

Auch außerhalb der großen Bauprojekte gibt es für Unternehmen in Spremberg weitere Chancen.

Die Spremberger Krankenhausgesellschaft plant die Sanierung aller somatischen Bettenstationen. Gesucht werden dafür unter anderem Leistungen in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Tischlerarbeiten, Malerarbeiten und Rohbau.

Die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH kündigen für 2026 Baumaßnahmen im Strom- und Fernwärmenetz an. Dazu kommen Aufträge für Wartung und Instandhaltung – etwa bei Druckbehälterprüfungen oder bei der Kontrolle von Gasleitungen.

Der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband plant zudem Arbeiten in den Wasserwerken Bagenz und Klein Loitz. Dort sollen jeweils Photovoltaikanlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 70.000 Euro entstehen.

Weitere Maßnahmen betreffen den Rohrleitungsbau. In der Zuckerstraße und Bergstraße in Spremberg sollen Trink- und Abwasserleitungen neu verlegt werden.

Auch kleinere Aufträge sollen vergeben werden

Nicht jede Ausschreibung betrifft millionenschwere Bauprojekte. Die Stadt Spremberg plant auch regelmäßig Arbeiten im Rahmen der Gebäudeunterhaltung. Dafür wird ein geschätzter Brutto-Auftragswert von rund 680.000 Euro pro Jahr genannt. Diese Vergaben können gerade für regionale Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe interessant sein, denn dabei geht es häufig um Reparaturen, Instandsetzung und laufende Arbeiten an kommunalen Gebäuden.

Für kleinere und mittelständische Unternehmen kann es sich deshalb lohnen, die Ausschreibungen der Stadt und ihrer Gesellschaften regelmäßig zu verfolgen. Alle vorgestellten Vergaben und die dazugehörigen Kontaktdaten sind auf der Internetseite der ASG Spremberg GmbH zusammengefasst.

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Foto: ASG Spremberg GmbH/Tobias Roitsch

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Autor: Redaktion

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