Probewohnen in Guben startet offiziell in die dritte Runde

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 3. August 2026“.Liveblog ansehen

In Guben beginnt heute das Probewohnen 2026. Bis Ende Oktober können Interessierte die Doppelstadt an der Neiße mehrere Wochen lang kennenlernen und ausprobieren, wie sich Wohnen, Arbeiten und Leben vor Ort anfühlen. Das Interesse ist groß: Für die dritte Auflage lagen nach Angaben von Bürgermeister Fred Mahro insgesamt 120 Bewerbungen vor. Ausgewählt wurden 22 Parteien, darunter Familien, Paare und Einzelpersonen.

Guben will neue Einwohner gewinnen

Mit dem Format Probewohnen will Guben Menschen für die Stadt begeistern und dem Bevölkerungsschwund entgegenwirken. Die Teilnehmenden bekommen eine voll ausgestattete Wohnung gestellt. Selbst zahlen müssen sie nur die Nebenkosten in Höhe von 100 Euro.

Während ihres Aufenthalts sollen sie Guben nicht nur als Wohnort erleben, sondern auch Kontakte knüpfen, Freizeitangebote ausprobieren und mögliche berufliche Perspektiven kennenlernen.

Bewerbungen aus ganz Deutschland

Die Bewerbungen kamen aus verschiedenen Teilen Deutschlands, unter anderem aus dem Schwarzwald, Bayern und Hamburg.

Damit ist die Nachfrage in diesem Jahr besonders hoch. Wie Bürgermeister Fred Mahro dem rbb gegenüber mitteilte, gab es 2026 so viele Bewerbungen wie in den beiden Vorjahren zusammen.

Das Projekt wird gemeinsam von der Initiative „Guben tut gut“ des Marketing und Tourismus e. V., der Gubener Wohnungsgesellschaft mbH und der Stadt Guben umgesetzt.

Paten helfen beim Ankommen

Neu ist in diesem Jahr, dass den Probewohnenden persönliche Paten zur Seite stehen.

Das sind Gubenerinnen und Gubener, die ihre Stadt gut kennen und den Gästen helfen sollen, schneller anzukommen. Sie können Einblicke in den Alltag geben, Kontakte vermitteln und zeigen, wie sich das Leben in Guben wirklich anfühlt.

Auch der Austausch mit Unternehmen soll dadurch leichter werden.

Stammtisch im „Wilhelm“

Damit Begegnungen nicht dem Zufall überlassen bleiben, gibt es während des Aktionszeitraums einen festen Treffpunkt.

Immer donnerstags um 17 Uhr lädt das Projektteam zum Stammtisch im „Wilhelm“ ein. Willkommen sind nicht nur die Probewohnenden, sondern auch Einheimische, die ihre Erfahrungen, Geschichten und Tipps teilen möchten.

So soll ein unkomplizierter Austausch zwischen neuen Gästen und Menschen aus Guben entstehen.

Projekt zeigt bereits Wirkung

Das Probewohnen hatte in den vergangenen Jahren messbare Erfolge.

Nach der letzten Auflage wurden laut Bürgermeister zehn Mietverträge geschlossen. Einige Teilnehmende arbeiten inzwischen in Guben, andere haben die Stadt als neuen Wohnort für den Ruhestand entdeckt.

Besonders wichtig ist für die Stadt auch der Multiplikator-Effekt: Wer Guben kennenlernt und positiv darüber spricht, macht die Stadt auch für andere Menschen sichtbar.

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Autor: Redaktion

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