Nach mehreren Vieh-Diebstählen in der Lausitz reagiert die Polizei jetzt mit verstärkten Kontrollen auf den Straßen der Region. Gemeinsam mit dem Veterinäramt werden Tiertransporte überprüft, um mögliche Hinweise auf die Täter zu erhalten und weitere Diebstähle zu verhindern.
Polizei reagiert auf Serie von Vieh-Diebstählen
In den vergangenen Wochen hatten mehrere Fälle für große Verunsicherung unter Landwirten gesorgt. Die Polizei hält sich bei den aktuellen Kontrollmaßnahmen allerdings bedeckt. Konkrete Angaben zu Orten oder Zeiten der Einsätze gibt es aus taktischen Gründen nicht.
Besonders brisant: Die Täter gingen offenbar professionell vor und transportierten die Tiere mit Lastwagen ab.
Hoher Schaden für Landwirte
Der erste bekannte Fall ereignete sich am 21. April in Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster. Dort verschwanden insgesamt 70 Rinder von einer Weide. Der entstandene Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Nur wenige Wochen später meldete ein Landwirt aus Raddusch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz den Verlust von 48 Rindern. Die Tiere fehlten bei einer Impfkontrolle. Der Schaden liegt laut Polizei bei etwa 75.000 Euro.
Auch in Grano, einem Ortsteil von Schenkendöbern, schlugen die Täter erneut zu. In der Nacht vom 12. auf den 13. Mai wurden dort 32 Rinder gestohlen. Nach ersten Erkenntnissen öffneten die Täter ein Gitter der Weide und transportierten die Tiere anschließend mit einem Lastwagen ab. Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich.
Ermittlungen laufen weiter
Die Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Für viele Landwirte in der Lausitz wächst inzwischen die Sorge vor weiteren Diebstählen.
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