Das BTU-Team Lausitz Dynamics hat den Shell Eco-marathon in Polen gewonnen. Mit seinem selbst entwickelten Wasserstoff-Fahrzeug HydroRaycer erreichte das Team der BTU Cottbus-Senftenberg einen Spitzenwert von 1.151 Kilometern pro Kubikmeter Wasserstoff und sicherte sich Platz eins in der Kategorie Prototype Hydrogen Fuel Cell.
HydroRaycer fährt 1.151 Kilometer mit einem Kubikmeter Wasserstoff
Beim Shell Eco-marathon geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit. Entscheidend ist, mit möglichst wenig Energie eine festgelegte Strecke zu schaffen.
Genau das gelang dem HydroRaycer – das Fahrzeug könnte mit einem Kubikmeter Wasserstoff rechnerisch 1.151 Kilometer weit fahren. Umgerechnet auf Benzin entspricht das laut BTU etwa einer Strecke von 3.450 Kilometern mit einem Liter Kraftstoff. Gefahren wurde der HydroRaycer in Polen von Lena Berthold. Trotz extremer Hitze lieferte das Team auf dem Silesia Ring in Kamień Śląski sein bestes Ergebnis ab.
BTU-Team setzt sich gegen Stralsund und Turin durch
Hinter Lausitz Dynamics landete das Team der Hochschule Stralsund auf Platz zwei. Es erreichte 938 Kilometer pro Kubikmeter Wasserstoff. Dritter wurde das Team der Politecnico Di Torino aus Italien mit 812 Kilometern pro Kubikmeter.
Mehr als 130 studentische Teams aus ganz Europa waren beim Shell Eco-marathon Poland dabei. Die Studierenden traten in verschiedenen Kategorien mit selbst entwickelten Fahrzeugen gegeneinander an.
Für Lausitz Dynamics ist der Erfolg besonders groß, weil das Team im Vorjahr bereits Zweiter geworden ist. Damals hatte der HydroRaycer 964,3 Kilometer pro Kubikmeter Wasserstoff geschafft.
Brennstoffzelle, Aerodynamik und Energiespeicher verbessert
Der HydroRaycer erzeugt mit einer Brennstoffzelle elektrische Energie aus Wasserstoff und Luft. Diese Energie treibt den Motor an.
In den vergangenen Monaten hatte das Team an mehreren Stellen gearbeitet. Die Brennstoffzelle wurde optimiert, die Aerodynamik verbessert und die Supercaps überarbeitet. Diese speziellen Energiespeicher helfen dabei, Energie zurückzugewinnen und zu speichern.
Zum Team Lausitz Dynamics gehören aktuell rund 20 Studierende. Viele von ihnen studieren dual Elektrotechnik im vierten Semester an der BTU in Senftenberg. Projektleiter ist Prof. Dr.-Ing. Sylvio Simon. Als Teammanager arbeiten Steven Wenzke und Nick Kucher. Neben Lena Berthold gehört auch Elektrotechnik-Masterstudent Christian Meier zum Fahrerteam. Fachlich begleitet wird das Projekt von Sindy Schmidt und Shadi Sykora.
HydroRaycer am 4. Juli in Senftenberg erleben
Wer den HydroRaycer aus der Nähe sehen möchte, hat am Samstag, 4. Juli, Gelegenheit dazu. Lausitz Dynamics präsentiert sich von 10 bis 16 Uhr beim Tag der offenen Tür der BTU im Konrad-Zuse-Medienzentrum auf dem Campus Senftenberg.
Um 13 Uhr stellt das Team das Projekt vor und berichtet von der Reise zum Shell Eco-marathon. Um 14 Uhr bedankt sich Lausitz Dynamics bei seinen Unterstützern.
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Foto: Rafal Oleksiewicz, Copyright: Shell International Ltd.

























