Im Hintergrund eine unscharfe Ärztin und im Vordergrund ein Teddybär

Kinderschutzambulanz in Lauchhammer geplant

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 23. April 2026“.Liveblog ansehen

In Lauchhammer entsteht eine neue Kinderschutzambulanz. Die Einrichtung soll ab dem 1. Juni 2026 Kindern helfen, die möglicherweise von Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung betroffen sind.


Neue zentrale Anlaufstelle für Kinder

Mit der geplanten Kinderschutzambulanz schaffen die Sana Kliniken Niederlausitz erstmals eine feste medizinische Anlaufstelle in der Region. Hier sollen Kinder untersucht, betreut und geschützt werden – vor allem dann, wenn es Hinweise auf mögliche Gefährdung gibt. Gleichzeitig richtet sich das Angebot auch an Familien und Fachkräfte, die Unterstützung benötigen.


Bessere Zusammenarbeit in der Region

Ein großes Ziel der neuen Kinderschutzambulanz ist die bessere Vernetzung. Künftig sollen unter anderem:

  • Jugendämter
  • Polizei
  • Kitas
  • niedergelassene Ärzte

enger zusammenarbeiten. So können Verdachtsfälle schneller eingeschätzt und gezielter begleitet werden.


Medizinische Hilfe und Beratung aus einer Hand

Die Kinderschutzambulanz soll ein breites Spektrum abdecken, dazu gehören:

  • Untersuchungen bei Verdacht auf Misshandlung
  • Hilfe bei sexualisierter Gewalt
  • Betreuung bei Vernachlässigung
  • Aufarbeitung auch älterer Fälle

Geplant ist ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen und weiteren Fachkräften. Eine zentrale Stelle koordiniert alle Abläufe.


Aufbau läuft über mehrere Jahre

Die Einführung der Kinderschutzambulanz ist Teil eines größeren Projekts in Brandenburg. Mehrere Kliniken arbeiten daran, solche Einrichtungen landesweit aufzubauen. In Lauchhammer wird einer dieser Standorte entstehen. Auch wenn der Start im Juni 2026 geplant ist, wird der komplette Aufbau Zeit brauchen.

Die neue Kinderschutzambulanz soll vor allem eins erreichen: früher reagieren. Denn Hinweise auf Gewalt oder Vernachlässigung sind oft schwer zu erkennen. Mit klaren Strukturen und festen Ansprechpartnern sollen betroffene Kinder schneller Hilfe bekommen.

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Autor: Redaktion

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