Brandenburg und Sachsen haben ihre gemeinsame Verantwortung für die sorbische Kultur erneut bekräftigt. Bei einem Austausch mit dem Dachverband DOMOWINA standen vor allem Sprache, Bildung und Minderheitenschutz im Mittelpunkt.
Sorbische Kultur Lausitz im Fokus des Austauschs
Vertreter beider Bundesländer trafen sich mit der DOMOWINA, dem Bund Lausitzer Sorben, um zentrale Themen zur Zukunft der sorbischen Kultur zu besprechen. Dabei ging es insbesondere um die Förderung der Sprache sowie den Erhalt kultureller Traditionen.
Beide Seiten betonten die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit in der Lausitz. Ziel ist es, Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen und langfristig wirksam umzusetzen.
Ausbildung und Sprache als zentrale Themen
Ein Schwerpunkt des Treffens war die Sorabistik und Sprachausbildung. In diesem Zusammenhang wurde das neue Studienangebot für Sorbisch/Wendisch an der BTU Cottbus-Senftenberg hervorgehoben, das zum Wintersemester 2026/27 starten soll.
Dieses Angebot gilt als wichtiger Schritt zur Stärkung der sorbischen Kultur in der Lausitz, insbesondere im Bildungsbereich und bei der Nachwuchsförderung.
Minderheitenschutz und politische Initiativen
Auch der Minderheitenschutz auf Bundes- und europäischer Ebene spielte eine zentrale Rolle. Diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten, den Schutz von Minderheiten stärker im Grundgesetz zu verankern.
Zudem unterstützen Brandenburg und Sachsen Initiativen zur Stärkung von Minderheitensprachen, etwa im europäischen Markenrecht.
Maßnahmenpläne und kulturelle Projekte
Die DOMOWINA brachte Forderungen zur Weiterentwicklung bestehender Maßnahmenpläne für die ober- und niedersorbische Sprache ein. Ziel ist eine nachhaltige Sicherung der Kultur.
Ein weiteres Thema war der Rückblick auf kulturelle Veranstaltungen, darunter der Sorbische Ostermarkt im März 2026 in Berlin. Dort wurde auch die Ausstellung „Getragene Vielfalt. Sorbische Trachten der Lausitz“ präsentiert.
Gemeinsame Stiftung als Grundlage
Die Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Sachsen basiert unter anderem auf einem Staatsvertrag aus dem Jahr 1998. Dieser regelt die gemeinsame Stiftung für das sorbische Volk.
Die Stiftung unterstützt Projekte, Bildungseinrichtungen und Initiativen zur Bewahrung der sorbischen Kultur und wird von Bund und Ländern finanziert.
Mehr Nachrichten aus Cottbus und der Lausitz gibt es jederzeit bei Radio Cottbus und auf radiocottbus.de.
























