Stark vor Ort zeigt Wirkung – auch in Cottbus. Zur Halbzeit des landesweiten Förderprogramms zieht Brandenburg eine positive Bilanz im Kampf gegen Kinder- und Familienarmut. Kommunen, Träger und Initiativen erhalten gezielt Unterstützung, um Kindern bessere Chancen zu ermöglichen – direkt vor Ort.
Stark vor Ort erreicht fast ganz Brandenburg
Das Förderprogramm Stark vor Ort läuft noch bis Ende 2028 und zählt zu den wichtigsten Instrumenten gegen Kinder- und Familienarmut in Brandenburg. Bereits 38 Projekte in 15 von 18 Landkreisen und Städten werden aktuell unterstützt.
Bei einer Fachtagung in Potsdam wurde jetzt Halbzeit gezogen – mit klarer Botschaft: Prävention wirkt dort am besten, wo sie nah an den Familien ansetzt.
Cottbus nutzt Stark vor Ort für Armutsprävention
Auch Cottbus ist Teil von Stark vor Ort. Die Stadt hat Fördermittel erhalten, um ein kommunales Armutspräventionskonzept zu entwickeln. Ziel ist es, Kinderarmut frühzeitig zu erkennen, Daten besser auszuwerten und Hilfsangebote gezielt dort zu stärken, wo sie gebraucht werden.
Gerade für Cottbus bedeutet das: mehr Planungssicherheit, bessere Vernetzung und langfristige Strategien für betroffene Familien.
Sozialministerin: Armut darf keine Zukunft entscheiden
Brandenburgs Sozialministerin Britta Müller macht deutlich, warum Programme wie Stark vor Ort so wichtig sind. Kinder, die in Armut aufwachsen, haben schlechtere Bildungs- und Berufschancen. Das sei gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht hinnehmbar.
Deshalb setzt das Land bewusst auf präventive Maßnahmen, die Armut gar nicht erst entstehen lassen.
Was Stark vor Ort konkret fördert
Das Programm Stark vor Ort unterstützt unter anderem:
- niedrigschwellige Beratungsangebote für Familien
- Kita-Sozialarbeit und Familienzentren
- kommunale Armutspräventionskonzepte
- Projekte zu Bildung, Gesundheit, Teilhabe und Integration
Finanziert wird das Programm aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds Plus. Insgesamt stehen 15,1 Millionen Euro zur Verfügung.
Warum das Thema auch Cottbus betrifft
Die Zahlen zeigen, wie dringend Hilfe gebraucht wird: In Brandenburg gelten mehr als 68.000 Kinder und Jugendliche als armutsgefährdet. Auch junge Erwachsene sind betroffen. Für Städte wie Cottbus ist das eine zentrale soziale Herausforderung.
Programme wie Stark vor Ort sollen verhindern, dass Armut vererbt wird – und stattdessen Chancen auf Bildung und Teilhabe sichern.
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