Ab Mitte Oktober 2025 wird es in der Lausitz vibrieren: Mit einer großangelegten 2D-Seismik-Kampagne untersucht das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) den Untergrund zwischen Cottbus und Guben. Ziel ist es, das geothermische Potenzial der Region genauer zu erkunden – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung.
Suche nach dem Schatz unter unseren Füßen
Weil die Temperatur im Erdinneren alle 100 Meter um etwa 3 Grad Celsius steigt, schlummert in Brandenburg ein gewaltiges Wärmereservoir. Die sogenannte Tiefe Geothermie könnte künftig eine zentrale Rolle bei der Fernwärmeversorgung spielen. Anders als Sonne und Wind ist Erdwärme rund um die Uhr verfügbar – Sommer wie Winter.
So funktioniert die Messkampagne
Die Messungen funktionieren ähnlich wie ein Ultraschall: Spezielle Vibro-Trucks schicken Schallwellen in die Tiefe, die an Gesteinsschichten reflektiert und von Geophonen an der Oberfläche aufgezeichnet werden. Aus diesen Daten wird ein detailliertes Untergrundmodell erstellt. Die Kampagne läuft über rund drei Wochen, jeweils montags bis samstags von 7 bis 17:45 Uhr.
Infoveranstaltungen für Bürger
Bereits vor dem Start gab es Infomärkte in Cottbus (26. September im Max-Steenbeck-Gymnasium) und Guben (29. September in der Alten Färberei). Zudem ist das LBGR ab Mitte Oktober auch in Peitz mit Informationsständen präsent. Während der Messungen kommt es vereinzelt zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Vor Ort stehen Ansprechpartner für Fragen bereit.
Daten für die Zukunft
Die Ergebnisse fließen in einen umfassenden „Atlas der Tiefe“ ein und sollen Kommunen, Industrie und Projektentwicklern eine bessere Planungsgrundlage liefern. Dadurch lassen sich Investitionsrisiken senken und neue Energieprojekte in der Region gezielt entwickeln.
Mehr Hintergründe und aktuelle Infos zur Seismik-Kampagne veröffentlicht das LBGR auf seiner Website: www.lbgr.brandenburg.de

























