Die LEAG bleibt ein wichtiger Baustein für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Das Energieunternehmen hat sich mit zwei Gasturbinenkraftwerken erfolgreich an der Ausschreibung für die nächste Periode der deutschen Kapazitätsreserve beteiligt. Damit stehen die Anlagen auch in den kommenden zwei Jahren bereit, um in außergewöhnlichen Situationen die Stromversorgung abzusichern.
Insgesamt stellen die Standorte Thyrow und Ahrensfelde künftig eine Reserveleistung von 270 Megawatt zur Verfügung.
LEAG übernimmt wichtige Rolle für die Stromversorgung
Die Kapazitätsreserve wird in Deutschland eingesetzt, wenn außergewöhnliche Situationen auf dem Strommarkt auftreten und die reguläre Stromproduktion nicht ausreicht, um die Nachfrage vollständig zu decken.
In solchen Fällen können die Reservekraftwerke auf Anforderung des Netzbetreibers kurzfristig zugeschaltet werden. Die Anlagen produzieren also nicht dauerhaft Strom, sondern stehen als Sicherheitsnetz bereit.
Kapazitätsreserve bleibt unter dem Zielwert
Für die neue Reserveperiode vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2028 waren deutschlandweit 2.000 Megawatt ausgeschrieben. Nach Angaben der Netzbetreiber konnten jedoch erneut nicht alle vorgesehenen Kapazitäten vergeben werden.
Aktuell wird die ausgeschriebene Leistungsreserve lediglich zu rund 65 Prozent erreicht.
Steuerung aus der Lausitz
Die beiden Gasturbinenkraftwerke befinden sich südlich und nordöstlich von Berlin. Die technische Überwachung der Anlagen erfolgt jedoch aus dem LEAG-Kraftwerk Schwarze Pumpe in der Lausitz.
Damit bleibt die Region auch weiterhin ein wichtiger Standort für die Stabilität des deutschen Stromnetzes.
LEAG fordert bessere Bedingungen für neue Kraftwerke
Nach Angaben des Unternehmens arbeitet die LEAG parallel am Ausbau von erneuerbaren Energien und Batteriespeichern. Gleichzeitig fordert das Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen für den Bau neuer wasserstofffähiger Kraftwerke.
Aus Sicht der LEAG seien faire Ausschreibungsbedingungen entscheidend, damit auch künftig moderne und steuerbare Kraftwerke in Ostdeutschland entstehen können.
Kraftwerke für den Notfall
Die Gasturbinenanlagen werden ausschließlich in besonderen Situationen eingesetzt. Das Kraftwerk Thyrow übernimmt zusätzlich eine wichtige Aufgabe für den Fall eines großflächigen Stromausfalls. Es kann beim Wiederaufbau des Stromnetzes nach einem Blackout unterstützen.
Mit der erneuten Teilnahme an der Kapazitätsreserve bleibt die LEAG damit ein wichtiger Partner für die Versorgungssicherheit in Deutschland.
Immer up to date für die Lausitz: unser Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.

























