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Umweltschutz

RevierUPGRADE 2.0: Junge Menschen gestalten den Strukturwandel in Cottbus mit

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 20. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Wie soll Cottbus in Zukunft aussehen und welche Rolle können junge Menschen dabei spielen? Genau darum geht es bei RevierUPGRADE 2.0. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren und verbindet Themen wie Strukturwandel, Klimaanpassung und Stadtentwicklung mit praktischen Aktionen vor Ort.

Strukturwandel verständlich und praktisch machen

RevierUPGRADE 2.0 wird von der BUNDjugend Brandenburg und dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen umgesetzt. Das Projekt arbeitet in Cottbus und Halle, zwei Regionen, die lange von der Braunkohle geprägt wurden und sich heute stark verändern. Projektreferent Bastian Ascher erklärt im Gespräch mit Radio Cottbus, dass der Begriff Strukturwandel für viele junge Menschen zunächst sehr abstrakt wirkt. Deshalb soll das Thema möglichst nah an ihrem Alltag vermittelt werden. Es geht nicht nur um Natur- und Klimaschutz, sondern auch darum, wie Stadtteile aussehen, wie Wasser genutzt wird oder wie junge Menschen bei Veränderungen mitreden können.

Hochbeete, Exkursionen und Begrünungsaktionen

Das Projekt arbeitet dafür unter anderem mit Jugendclubs, Wohngruppen und Stadtteilmanagements zusammen. In der Vergangenheit wurden bereits Hochbeete gebaut und Begrünungsaktionen umgesetzt. Auch Exkursionen gehören zum Programm. Eine hat beispielsweise zum Cottbuser Ostsee geführt. Dort konnten sich die Teilnehmer mit dem Strukturwandelprojekt und unterschiedlichen Sichtweisen darauf beschäftigen. Bei einer weiteren Exkursion ging es zu einer solidarischen Landwirtschaft. Dort stand unter anderem die Frage im Mittelpunkt, wie Lebensmittel angebaut werden und welchen Zusammenhang Grünflächen, Klimaschutz und Klimaanpassung haben.

Nächste Aktion in Sachsendorf

Die nächste Aktion ist bereits geplant. Am 14. November beteiligt sich RevierUPGRADE 2.0 an einer Aktion an der Schopenhauer Straße in Sachsendorf. Dort gibt es bereits drei größere Hochbeete. Diese sollen gepflegt und teilweise neu bepflanzt werden. RevierUPGRADE stellt dafür unter anderem Kräuter zur Verfügung. Zusätzlich sollen mit weiteren Mitteln Sträucher und Bäume gepflanzt werden. Ziel ist es, den Stadtteil aufzuwerten und gleichzeitig Themen wie Klimaanpassung und Wasser sichtbar zu machen. Die Kräuter in den Hochbeeten können grundsätzlich auch von Anwohnern genutzt werden, wichtig sei nur, dass die Pflanzen zunächst anwachsen können und die Beete nicht beschädigt werden.

Auch Einzelpersonen können mitmachen

Wer bei RevierUPGRADE mitmachen möchte, muss nicht Teil eines Jugendclubs oder einer bestimmten Einrichtung sein. Auch Einzelpersonen zwischen 16 und 27 Jahren können sich beteiligen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Interessierte können sich direkt an das Projekt wenden oder über die Social-Media-Kanäle von RevierUPGRADE und der BUNDjugend Cottbus über kommende Aktionen informieren. Für 2027 sind außerdem Kartenworkshops in Sachsendorf geplant. Dabei sollen junge Menschen ihre Ideen und Wünsche für die weitere Entwicklung des Stadtteils einbringen.

Projekt wurde bundesweit ausgezeichnet

Für seine Arbeit hat RevierUPGRADE 2.0 inzwischen auch bundesweite Anerkennung bekommen. Das Projekt gehört zu drei Preisträgern des Preises Politische Bildung 2026. Ausgezeichnet werden dabei Projekte, die Menschen dazu ermutigen, sich an Gesellschaft und Demokratie zu beteiligen. Für RevierUPGRADE ist die Auszeichnung damit vor allem eine Bestätigung für den bisherigen Ansatz: junge Menschen nicht nur informieren, sondern sie ganz praktisch an der Entwicklung ihrer Region beteiligen.

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Autor: Redaktion

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