Eine Idee aus der Lausitz, die aus Biomüll und Holzresten grünes Methanol machen soll: Mit ALT/C hat Stefanie Fiedermann-Schwenke gemeinsam mit ihrem Team im vergangenen Jahr die STAR*PARADE in der Kategorie Technologie gewonnen. Bei Radio Cottbus erzählt sie, was hinter der Gründungsidee steckt, was der Wettbewerb gebracht hat und warum sie anderen Gründern die Teilnahme empfiehlt. Noch bis zum 31. August können sich Menschen mit eigenen Ideen für die diesjährige STAR*PARADE bewerben.
STAR*PARADE: Grünes Methanol aus modularen Anlagen
Hinter ALT/C steht ein vierköpfiges Team. Der Name ist eine Abkürzung für „alternativer Kohlenstoff“. Die Geschäftsidee: kleine, modulare Anlagen entwickeln, die grünes Methanol herstellen können. Verkauft werden soll dabei nicht das Methanol selbst, sondern die Technik zur Produktion. Der Vorteil der vergleichsweise kleinen Anlagen liegt laut Fiedermann-Schwenke darin, dass sie dezentral eingesetzt werden können – also dort, wo die benötigten Ausgangsstoffe ohnehin entstehen. Als Beispiele nennt sie Biomüll und Holzreste.
Von der Idee zum Pitch vor der Jury
Bei der STAR*PARADE musste das Team seine Idee vor einer Jury präsentieren. Für Fiedermann-Schwenke war das zwar aufregend, gleichzeitig aber eine wichtige Erfahrung. Der Wettbewerb habe geholfen, die eigene Idee noch einmal genauer zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Auch die Vorbereitung eines Pitch Decks, also einer kompakten Präsentation des Geschäftsmodells, sieht sie als großen Vorteil. Die Unterlagen können später auch für Gespräche mit möglichen Partnern oder Investoren genutzt werden.
Neue Kontakte nach dem Gewinn
Ein Jahr nach dem Sieg arbeitet das Team weiterhin an ALT/C. Dabei hat die Teilnahme an der STAR*PARADE nach Angaben von Fiedermann-Schwenke auch ganz konkrete Folgen gehabt: Über den Wettbewerb entstanden Kontakte zu Partnern und möglichen Kooperationspartnern. Aktuell beschäftigt sich das Team unter anderem mit der Frage, wo eine erste Pilotanlage entstehen könnte. Dazu laufen bereits Gespräche. Fiedermann-Schwenke sagt rückblickend, dass das Projekt ohne die STAR*PARADE heute noch nicht an diesem Punkt wäre.
Bewerbung noch bis 31. August
Neben Feedback und Weiterentwicklung sieht die Gründerin vor allem das Netzwerk als wichtigen Bestandteil des Wettbewerbs. Andere Unternehmer, Fachleute und mögliche Partner lernen die Idee kennen und können daraus neue Kontakte oder Kooperationen entstehen lassen. Wer selbst eine Gründungsidee hat, kann sich noch bis zum 31. August über startuplausitz.de für die STAR*PARADE bewerben.

































