Am Cottbuser Hauptbahnhof wird am Mittwoch, 26. August, eine neue Gedenkplakette enthüllt. Sie erinnert an die Rolle des Bahnhofs bei Deportationen, Zwangsarbeit und Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Menschenrechtszentrum Cottbus lädt dazu um 11 Uhr an den Hauptbahnhof ein.
Bahnhof war Ausgangs- und Durchgangsort von Deportationen
Während der NS-Zeit war der Cottbuser Bahnhof für viele Menschen Ausgangs- oder Durchgangsort auf dem Weg in Zwangsarbeit, Haft und Tod. Daran soll die neue Plakette dauerhaft erinnern. Ein QR-Code führt direkt zu den Ergebnissen des Projekts „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“. Damit bleiben die recherchierten Inhalte auch nach dem Ende des Projekts am historischen Ort abrufbar.
Geschichte verschiedener Opfergruppen im Mittelpunkt
Das Projekt beschäftigt sich unter anderem mit der Deportation der jüdischen Bevölkerung, den Transporten von Frauen aus dem damaligen Frauenzuchthaus Cottbus sowie der Verschleppung und Ausbeutung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Umgesetzt wird das Projekt vom Menschenrechtszentrum Cottbus gemeinsam mit der AG Stolpersteine Cottbus, den Städtischen Sammlungen Cottbus und exhibeo e. V.
Vortrag am Abend im Stadtmuseum Cottbus
Am selben Tag wird die Auseinandersetzung mit dem Thema fortgesetzt. Um 18 Uhr spricht der Historiker Andreas Engwert im Stadtmuseum Cottbus in der Bahnhofstraße 22 über die Rolle der Deutschen Reichsbahn im Nationalsozialismus und die Deportation der jüdischen Bevölkerung. Die Gedenkveranstaltungen werden im Rahmen des Bundesprogramms „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ gefördert.
Mehr Lausitz von heute findet ihr jetzt in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de – aktuell, kompakt und direkt aus der Region.
Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf. Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.

























