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Krippen in Brandenburg: Land streicht besseren Personalschlüssel

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 24. August 2026“.Liveblog ansehen

Die geplante Verbesserung des Personalschlüssels in Brandenburgs Krippen kommt vorerst nicht. Ab Januar 2027 sollte eine Erzieherin rechnerisch für vier Kinder zuständig sein. Wegen der angespannten Haushaltslage hat das Bildungsministerium diesen Schritt gestrichen. Es bleibt beim Verhältnis von 1 zu 4,25.

Besserer Personalschlüssel ab 2027 gestrichen

Brandenburg hatte die Betreuung für Kinder bis zum dritten Geburtstag in den vergangenen Jahren schrittweise verbessert. Im August 2022 sank der Personalschlüssel von 1:5 auf 1:4,65. Seit August 2024 liegt er bei 1:4,25. Zum 1. Januar 2027 sollte die nächste Verbesserung auf 1:4 folgen. Dazu kommt es nun vorerst nicht.

Das Bildungsministerium begründet die Entscheidung mit der aktuellen Haushaltslage. Eine weitere Verbesserung sei fachlich zwar wünschenswert, derzeit aber nicht finanzierbar. Das aktuelle Niveau von einer pädagogischen Fachkraft für rechnerisch 4,25 Kinder bleibt bestehen.

Auch beim Schüler-BAföG wird gespart

Die Krippenbetreuung ist nicht der einzige Bereich, bei dem das Land Einsparungen prüft. Im Zuge der Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 geht es auch um interne Einsparungen bei Personalstellen sowie Änderungen beim sogenannten Schüler-BAföG.

Was der Personalschlüssel für Kitas bedeutet

Der Personalschlüssel gibt an, für wie viele Kinder eine pädagogische Fachkraft rechnerisch zuständig ist. Je niedriger der Wert, desto mehr Personal steht für die Betreuung der Kinder zur Verfügung. Das kann mehr Zeit für das einzelne Kind und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bedeuten. Die zusätzlichen Kosten für die Verbesserungen trägt das Land neben seinen sonstigen Anteilen an der Kita-Finanzierung. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind die jährlichen Ausgaben für eine bessere Personalbemessung von 2010 bis 2026 um mehr als 300 Millionen Euro gestiegen.

Brandenburg verweist auf gute Fachkräftequote

Trotz des gestrichenen Schrittes sieht sich Brandenburg im Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin gut aufgestellt. Nach Angaben des Ministeriums verfügt das Land über eine überdurchschnittliche Personalausstattung und die höchste Fachkräftequote. Demnach sind rund neun von zehn Beschäftigten in Krippen und Kindergärten qualifizierte Fachkräfte.

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Autor: Redaktion

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