Kleiderhaufen

Altkleidercontainer in Elsterwerda laufen über – Stadt greift jetzt selbst ein

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 9. März 2026“.Liveblog ansehen

Überfüllte Altkleidercontainer sorgen in Elsterwerda zunehmend für Ärger. An mehreren Standorten stapeln sich Kleidung, Schuhe und Müll neben den Containern. Jetzt zieht die Stadt Konsequenzen und räumt einige Plätze selbst auf.

Hinter dem Problem steckt ein wachsender Trend: Manche Sammelfirmen haben ihre Tätigkeit eingestellt oder sind insolvent. Die Container bleiben stehen – werden aber nicht mehr geleert.


Stadt will Müllberge an Altkleidercontainern nicht länger dulden

In vielen Orten im Landkreis Elbe-Elster quellen die Altkleidercontainer inzwischen über. Besonders sichtbar ist das Problem in der Lauchhammer Straße in Elsterwerda.

Dort haben sich rund um einen Container große Müllberge gebildet.

Nach Angaben der Stadt gehört der Container zu einer Firma, die mittlerweile insolvent ist. Gleichzeitig steht er auf einem Grundstück, dessen Eigentümer ebenfalls wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Eine rechtliche Klärung würde viel Zeit in Anspruch nehmen.

Deshalb hat sich die Stadt zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen.


Bauhof räumt Standorte auf

Um das Stadtbild zu schützen, wird der städtische Bauhof künftig einzelne Containerstandorte räumen – dort, wo Müllberge entstehen und schnelle Lösungen nötig sind.

Die Kosten übernimmt zunächst die Stadt selbst. Unterstützung kommt vom Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster, der den eingesammelten Müll kostenlos entsorgt.

Auch in der August-Bebel-Straße sollen in diesem Zusammenhang zwei problematische Standorte beseitigt werden.


Wertstoffhöfe als Alternative für Alttextilien

Wer Altkleider oder Schuhe loswerden möchte, kann diese weiterhin auf den Wertstoffhöfen des Abfallentsorgungsverbandes Schwarze Elster abgeben.

Dort werden angenommen:

  • tragbare Kleidung
  • Schuhe
  • Heimtextilien
  • bestimmte Bettwaren

Die Abgabe ist für Haushalte kostenlos – allerdings nur für saubere und brauchbare Textilien. Stark verschmutzte oder beschädigte Kleidung gehört in den Restmüll.

Allein im Jahr 2025 wurden auf den Wertstoffhöfen rund 24,5 Tonnen Alttextilien gesammelt.


Illegale Müllablagerungen kosten Kommunen viel Geld

Neben den Problemen mit Altkleidercontainern entstehen auch immer wieder Müllablagerungen an Glascontainern oder auf öffentlichen Flächen.

Der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster musste zuletzt jährlich rund 38.000 Euro für das Beseitigen illegaler Abfälle aufbringen.

Zu den größten Mengen gehörten:

  • Restabfälle
  • Bauschutt und Beton
  • Baumischabfälle
  • Altreifen
  • asbesthaltige Materialien

Um die Situation zu verbessern, setzt der Verband auf ein gut ausgebautes Netz von Wertstoffhöfen in der Region.


Neuer Wertstoffhof geplant

Weil die bestehenden Anlagen immer stärker genutzt werden, plant der Abfallverband derzeit einen neuen Wertstoffhof im Ort Lausitz.

Dort sollen künftig mehrere Tage pro Woche Abfälle angenommen werden. Zusätzlich ist eine Kompostausgabe und eine sogenannte Fundgrube für wiederverwendbare Gegenstände vorgesehen.

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Autor: Redaktion

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