Woidke unterwegs in der Zukunftsregion Lausitz

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 17. September 2025“.Liveblog ansehen

Die Lausitz zeigt, wie Transformation gelingen kann: Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen sind bereits 8,7 von 10,3 Milliarden Euro für konkrete Projekte gebunden. Ministerpräsident Dietmar Woidke präsentierte jetzt auf einer großen Pressefahrt gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Fortschritte – und sprach von einer Region, die „europaweit Maßstäbe für einen erfolgreichen Strukturwandel“ setzt.


Neue Jobs statt Angst vor Arbeitsplatzverlust

Noch wird in der Lausitz Kohle gefördert, doch der Ausstieg bis spätestens 2038 ist beschlossen. Lange herrschte Unsicherheit, heute zeigt sich ein anderes Bild, wie Lausitz-Beauftragter Klaus Freytag betont:

„Machten sich noch vor wenigen Jahren viele Menschen Sorgen um die Arbeitsplätze in der Lausitz, können wir nach fünf Jahren Strukturstärkung stolz auf einen positiven Saldo blicken. Bislang haben wir mehr neue Jobs geschaffen als durch den Kohleausstieg verloren gegangen sind. So entstehen allein im neuen Bahn Instandhaltungswerk rund 1.200 neue Arbeitsplätze. Das positive Saldo haben wir auch unserem bisherigen Bergbauunternehmen zu verdanken. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien prägt die LEAG die Transformation der Lausitz mit. Zusammen engagieren sich die Bahn und die LEAG für die Ausbildung junger Menschen. Und auch die BASF in Schwarzheide stellt sich mit dem Industriepark Lausitz für die Zukunft auf – die Stadt sorgt mit dem künftigen Leistungszentrum Westlausitz für die Ausbildung der Fachkräfte, die die Region dringend braucht.“


Gesundheitsregion mit Strahlkraft

Ein Schwerpunkt der Tour war die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT). Mit 3,7 Milliarden Euro wird das Cottbuser Klinikum zum Digitalen Leitkrankenhaus ausgebaut – die jüngste Universitätsmedizin Deutschlands und die erste staatliche Medizin-Uni Brandenburgs. Gemeinsam mit dem Sana Herzzentrum soll die Lausitz so zu einer führenden Gesundheitsregion in Ostdeutschland werden.


Energie, Industrie und Tourismus im Wandel

Auch die LEAG stellt sich neu auf: vom Bergbaukonzern zum Treiber für erneuerbare Energien. Die BASF in Schwarzheide entwickelt ihren Standort zum Industriepark Lausitz, wo Innovationen rund um Chemie und Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Parallel wächst das Lausitzer Seenland als Tourismusregion – ein Symbol für die Transformation ganzer Landschaften.


Forschung und Beteiligung

Der Wandel wird von der BTU Cottbus-Senftenberg und dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle wissenschaftlich begleitet. Zudem setzt Brandenburg auf Dialog und Beteiligung: Projekte wie der Teilhabefonds oder die Kampagne „Die Lausitz. Krasse Gegend.“ binden Bürgerinnen und Bürger aktiv ein.


Blick in die Zukunft

Mit zusätzlichen EU-Mitteln aus dem Just Transition Fund und Programmen wie STARK werden nicht nur Infrastruktur und Wirtschaft gestärkt, sondern auch Kitas, Schulen und soziale Angebote ausgebaut – dort, wo neue Arbeitsplätze Zuzug bringen.

Woidke ist überzeugt:

„Wenn ich sage ‚es läuft in der Lausitz‘, ist das keine Floskel, sondern meine tiefe
Überzeugung. In der Lausitz ist in den vergangenen fünf Jahren enorm viel in Bewegung gekommen. Überall wird der Wandel zur Region mit nachhaltigen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen Realität. Die Lausitz zeigt eindrucksvoll, dass Transformation gelingen kann, wenn alle Beteiligten vom Bund, über das Land und die Kommunen bis hin zu Unternehmen und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen. Die Lausitz ist ein Zukunftsraum für ganz Brandenburg. Heute hab wir unter anderem das neue ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn und die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus, einen Teil des entstehenden Lausitzer Seenlandes und den Industriepark Lausitz der BASF in Schwarzheide besichtigt. Allein diese Großprojekte zeigen, wie breit wir beim Wandel aufgestellt sind. Die Region ist ein starkes Beispiel dafür, wie Strukturpolitik wirken kann und wie Menschen vor Ort aktiv an der Transformation mitwirken können.“

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Autor: Redaktion

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