Bloß reichlich Wasser trinken: Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Regina Grüneberg von der IG BAU Südbrandenburg.

Arbeiten bei Hitze in Cottbus: IG BAU erinnert an die WSS-Regel

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Wasser, Sonnencreme und Schatten: Mit dieser WSS-Regel sollen sich Beschäftigte in Cottbus vor Hitze und intensiver UV-Strahlung schützen. Die IG BAU Südbrandenburg richtet ihren Appell vor allem an Menschen, die im Sommer unter freiem Himmel arbeiten.

Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden

Maurer, Dachdecker, Straßenbauer, Landschaftsgärtnerinnen und Erntehelfer sind der Sonne während ihrer Arbeit oft über mehrere Stunden ausgesetzt. Die Gewerkschaft empfiehlt deshalb Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. Bei starker Sonne sollte regelmäßig nachgecremt werden. Regina Grüneberg, Vorsitzende der IG BAU Südbrandenburg, rät dazu, den Sonnenschutz etwa alle zwei Stunden zu erneuern. Ein intensiver UV-Schutz könne dazu beitragen, das Hautkrebsrisiko zu senken.

Kleidung soll möglichst viel Haut bedecken

Auch die richtige Arbeitskleidung spielt nach Angaben der Gewerkschaft eine wichtige Rolle. Möglichst viel Haut sollte durch luftige und geeignete Kleidung bedeckt sein.

Auf dem Bau empfiehlt die IG BAU außerdem einen luftdurchlässigen Schutzhelm mit Nackenschutz. Für die notwendige Schutzausrüstung müsse der Arbeitgeber sorgen.

IG BAU fordert ausreichend Getränke am Arbeitsplatz

Wer bei großer Hitze körperlich arbeitet, muss ausreichend trinken. Die IG BAU fordert Arbeitgeber in Cottbus deshalb auf, ihren Beschäftigten genügend Getränke zur Verfügung zu stellen. Bei schwerer Arbeit und hohen Temperaturen empfiehlt die Gewerkschaft drei bis fünf Liter Flüssigkeit pro Tag. Als Faustregel nennt sie ein volles Glas alle 15 bis 20 Minuten. Besonders geeignet seien Wasser und ungesüßte kalte Tees.

Pausen möglichst im Schatten verbringen

Zur WSS-Regel gehört neben Wasser und Sonnencreme auch ausreichend Schatten. Beschäftigte sollten ihre Pausen möglichst unter einem Sonnensegel oder an einem anderen geschützten Ort verbringen. Die IG BAU empfiehlt zudem, körperlich anstrengende Arbeiten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Dadurch könne die Belastung während der heißesten Stunden des Tages reduziert werden.

Regelmäßiger Hautkrebs-Check empfohlen

Menschen, die regelmäßig im Freien arbeiten, sollten nach Empfehlung der Gewerkschaft einmal im Jahr ihre Haut ärztlich untersuchen lassen. Auffällige Veränderungen könnten dadurch frühzeitig erkannt werden. Weitere Hinweise zum Sonnen- und Hitzeschutz am Arbeitsplatz bietet die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft auf ihrer Internetseite.


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Foto: IG BAU |Florian Göricke

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Autor: Redaktion

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