Im Bereich Burg (Spreewald) sind aktuell keine Fließe gesperrt. Kahnfahrten, Paddel- und Kanutouren sind weiter möglich. Auch für Radfahrer und Wanderer gibt es derzeit keine Einschränkungen.
Hintergrund sind Nachfragen und Hinweise zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners im Amt Burg. Die Raupen wurden an mehreren Stellen im Amtsgebiet nachgewiesen. Das Amt weist aber ausdrücklich darauf hin: Die Wasserwege im Oberspreewald rund um Burg bleiben offen.
Eichenprozessionsspinner im Amtsgebiet nachgewiesen
Der Eichenprozessionsspinner hat sich vor allem an freistehenden Eichenbeständen ausgebreitet. Betroffen sind nach Angaben des Amtes Burg alle Amtsgemeinden. Nachweise gibt es unter anderem in Burg im Penkeweg, Wildbahnweg, im Bereich Schlossbergweg, im Kurpark, auf der Kauperinsel und am Sportplatz Schmogrow. Auch in Werben, Fehrow, Briesen und Guhrow wurden Raupen oder Nester festgestellt. An betroffenen Stellen wurden Warn- und Hinweisschilder aufgestellt.
Besonders sensible Bereiche haben Vorrang. Dazu zählen Spielplätze, Kindertagesstätten und Schulen. An exponierten Stellen wurde der Eichenprozessionsspinner bereits abgesaugt. Das betrifft unter anderem die Schulstraße an der Kita in Werben, den Bereich an der Grundschule in Briesen und den Friedhof Guhrow. Der Eichenprozessionsspinner wird voraussichtlich noch mehrere Wochen sichtbar sein, bevor sich die Raupen verpuppen.
Warum die Raupen für Menschen gefährlich sein können
Problematisch sind vor allem die Brennhaare der Raupen. Sie können bei Kontakt starken Juckreiz, Hautreizungen und Entzündungen auslösen. Auch Augen und Atemwege können gereizt werden. Besonders vorsichtig sollten Kinder, empfindliche Personen und Hundehalter sein. Alte Nester können ebenfalls gefährlich bleiben, auch wenn sie bereits auf den Boden gefallen sind.
Das Amt Burg empfiehlt, Eichenbestände derzeit möglichst zu meiden. Wer Raupen oder Gespinste entdeckt, sollte Abstand halten und die Nester auf keinen Fall selbst entfernen. Kinder und Hunde sollten von befallenen Bereichen ferngehalten werden. Lässt sich der Aufenthalt in der Nähe betroffener Bäume nicht vermeiden, können lange Kleidung und eine Kopfbedeckung helfen.
Nach möglichem Kontakt sollten Betroffene duschen, die Haare waschen und getragene Kleidung reinigen. Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Touren im Spreewald weiter möglich
Trotz des Auftretens des Eichenprozessionsspinners bleiben die touristischen Angebote rund um Burg im Spreewald weiter nutzbar.
Kahnfahrten, Paddeltouren, Kanutouren, Spaziergänge und Radtouren sind nach Angaben des Amtes weiterhin möglich. Besucher sollten lediglich auf Warnschilder achten und betroffene Eichenbereiche meiden.
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