Rund 1.200 Menschen sind am Wochenende beim Christopher Street Day in Cottbus auf die Straße gegangen. Nach zwei Aktionswochen mit mehr als 30 Veranstaltungen zieht das Regenbogenkombinat eine positive Bilanz.
Organisator Christian Müller sprach bei Radio Cottbus von einem sehr erfolgreichen CSD in der Lausitz. Neben dem großen Umzug gab es in den vergangenen Tagen Kinoabende, Kreativangebote, Begegnungsmöglichkeiten und Workshops an Schulen.
CSD in Cottbus mit breiter Unterstützung
Ein besonders sichtbares Zeichen setzten in diesem Jahr auch zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer in der Stadt. Nach Angaben des Regenbogenkombinats haben mehr als 250 Organisationen die Regenbogenfahne gezeigt.
Damit sollte ein Signal für Vielfalt, Respekt und Liebe gesetzt werden. Beim Umzug selbst waren Menschen verschiedener Generationen dabei.
Gegendruck und Hass bleiben Thema
Gleichzeitig wurde beim CSD auch deutlich, warum solche sichtbaren Zeichen weiter wichtig sind. Im Umfeld des Umzugs gab es nach Angaben der Organisatoren Personen aus dem rechtsextremen Spektrum, die die Veranstaltung beobachteten und filmten.
Auch online zeigte sich viel Hass. Unter Beiträgen zum CSD sammelten sich menschenverachtende Kommentare. Für das Regenbogenkombinat ist das ein Zeichen dafür, dass der gesellschaftliche Druck auf queere Menschen spürbar wächst.
Dabei geht es aus Sicht der Veranstalter nicht um Sonderrechte, sondern um Gleichberechtigung, Schutz vor Gewalt und den Erhalt demokratischer Grundwerte.
CSD soll auch 2027 weitergehen
Trotz der Belastungen durch Hass und Gegenwind soll es auch im kommenden Jahr wieder einen CSD in Cottbus geben. Die Vorbereitungen laufen nach Angaben des Regenbogenkombinats bereits.
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