eine Blaumeise auf einem Ast mit Knospen

Vogelarten erkennen lernen: 15 neue Artenkenner im Spreewald ausgezeichnet

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 28. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

15 Naturfreunde haben in Lübbenau im Spreewald erfolgreich ihre Prüfung zur Bestimmung heimischer Vogelarten bestanden. Sie gehören zu den ersten Absolventen des BANU-Zertifikats Feldornithologie in Brandenburg. Alle Teilnehmenden schlossen den erstmals im Land angebotenen Lehrgang mit Auszeichnung ab.

Besonders interessant für die Lausitz: Der nächste Kurs beginnt im März 2027 in der Niederlausitz. Wer heimische Vögel künftig sicher erkennen möchte, kann sich ab Dezember über die Anmeldung informieren.

BANU-Zertifikat Feldornithologie: 15 erfolgreiche Abschlüsse in Lübbenau

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU) hat den Lehrgang im Frühjahr 2026 erstmals angeboten.

Ziel ist es, mehr Menschen fundierte Kenntnisse über heimische Vogelarten zu vermitteln.

Denn für den Naturschutz ist es wichtig, Tiere nicht nur zu beobachten, sondern auch zuverlässig bestimmen zu können.

Nach mehreren Monaten der Ausbildung stellten sich 15 Teilnehmende in Lübbenau/Spreewald der abschließenden Prüfung.

Das Ergebnis: Alle bestanden mit Auszeichnung.

Mit dem bundesweit anerkannten Zertifikat auf Bronze-Niveau weisen sie Kenntnisse über 75 heimische Vogelarten nach.

Sechs Exkursionstage und drei Online-Seminare

Die Ausbildung bestand aus praktischen Beobachtungen in der Natur und theoretischem Unterricht.

An sechs Exkursionstagen im Süden Brandenburgs lernten die Teilnehmenden, Vögel anhand ihres Aussehens und ihrer Rufe zu unterscheiden.

Ergänzend fanden drei Webinare statt.

Dabei beschäftigten sich die angehenden Artenkenner mit der Biologie, den Lebensräumen und der systematischen Einordnung heimischer Vogelarten.

Auch Methoden zur Vogelbeobachtung und rechtliche Grundlagen des Naturschutzes gehörten zum Lehrgang.

Vogelstimmen erkennen gehört zur Prüfung

Wer das BANU-Zertifikat erhalten möchte, muss sein Wissen auch praktisch unter Beweis stellen.

In der Abschlussprüfung wurden 30 zufällig ausgewählte Vogelarten abgefragt.

Die Teilnehmenden mussten die Tiere unter anderem anhand ihres Prachtkleides, also ihres auffälligen Brutzeitgefieders, erkennen.

Außerdem ging es um typische Vogelgesänge sowie grundlegende Kenntnisse zu Lebensräumen, Beobachtung und Artbestimmung.

Gerade die Unterscheidung ähnlich aussehender oder klingender Vogelarten erfordert Übung.

Naturschutz braucht Menschen mit Artenkenntnis

Mit den BANU-Lehrgängen soll dem Rückgang des Wissens über Tier- und Pflanzenarten entgegengewirkt werden.

Das bundesweite Qualifizierungsprogramm richtet sich deshalb an unterschiedliche Zielgruppen.

In Brandenburg nahmen unter anderem haupt- und ehrenamtliche Naturschützer, Beschäftigte aus Planungsbüros, Studierende und naturinteressierte Menschen teil.

Neben dem fachlichen Wissen bot der Lehrgang Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Naturinteressierten auszutauschen.

Die Zertifizierung erfolgt nach bundesweit einheitlichen Standards.

Nächster Vogelarten-Kurs startet 2027 in der Niederlausitz

Wer selbst lernen möchte, heimische Vögel sicher zu bestimmen, bekommt im kommenden Jahr eine neue Gelegenheit.

Im März 2027 startet der nächste BANU-Lehrgang Feldornithologie in der Niederlausitz.

Informationen zu den genauen Terminen und zur Anmeldung sollen ab Dezember 2026 veröffentlicht werden.

Interessierte finden die Angaben auf www.natur-brandenburg.de.

Für Rückfragen zum Kurs steht außerdem Daniel Kowal vom Landesamt für Umwelt zur Verfügung.

Telefon: 035324 305-12

E-Mail: banu@lfu.brandenburg.de

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Autor: Redaktion

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