Foto: Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben

Neues E-Terminal in Guben: Patienten können sich im Krankenhaus jetzt selbst anmelden

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 28. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Weniger Anstehen, schneller ins Wartezimmer: Im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke in Guben gibt es jetzt ein digitales Check-in-Terminal für die Arztpraxen der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft (MEG). Patienten mit einem bereits vereinbarten Termin können sich unter bestimmten Voraussetzungen direkt mit ihrer Gesundheitskarte anmelden und anschließend zur jeweiligen Praxis gehen.

Das neue System soll die Warteschlangen vor den Anmeldetresen verkürzen und gleichzeitig das Praxispersonal entlasten.

Neues E-Terminal in Guben: So funktioniert der digitale Check-in

Das Prinzip kennen viele Menschen vom Flughafen: Statt sich am Schalter anzustellen, erfolgt die Anmeldung an einem Automaten.

Genau das ist jetzt auch in den MEG-Arztpraxen am Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke möglich.

Das E-Terminal steht im Eingangsbereich des Krankenhauses und ist bereits eingerichtet.

Patientinnen und Patienten stecken ihre Gesundheitskarte in das Gerät. Das System erkennt sie und meldet sie im digitalen Wartezimmer der zuständigen Praxis an.

Anschließend können sie direkt in den entsprechenden Wartebereich gehen und dort auf ihren Aufruf warten.

Der Weg zur Anmeldung am Praxistresen entfällt.

Wer kann das E-Terminal bereits nutzen?

Zum Start steht die neue Funktion noch nicht allen Patienten zur Verfügung.

Der digitale Check-in funktioniert zunächst für Menschen, die bereits einen Termin vereinbart haben und deren Gesundheitskarte im laufenden Quartal schon einmal in der Praxis eingelesen wurde.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann die Anmeldung selbstständig am Terminal erledigen.

Für andere Anliegen bleibt die bisherige Anmeldung vorerst bestehen.

Das betrifft beispielsweise Patienten, die einen Termin vereinbaren oder andere Praxisangelegenheiten klären möchten.

Weniger Warteschlangen vor den Arztpraxen

Die neue Technik soll ein Problem lösen, das viele Patienten kennen.

Vor den Anmeldungen der MEG-Praxen bilden sich regelmäßig längere Warteschlangen.

Dort treffen Menschen mit unterschiedlichen Anliegen aufeinander: Manche haben einen festen Behandlungstermin, andere benötigen ein Rezept, eine Überweisung oder möchten einen Termin vereinbaren.

Bisher mussten sich auch Patienten mit bereits gebuchtem Termin zunächst in diese Schlange einreihen.

Praxismanagerin Stefanie Donath und ihr Team suchten deshalb nach einer Möglichkeit, die Anmeldung einfacher zu gestalten.

Bei einer Veranstaltung zum verwendeten Praxisverwaltungssystem entdeckten sie die Lösung eines Unternehmens aus Baden-Württemberg.

Praxismanagerin hofft auf ein Drittel der Patienten

Mit dem neuen Terminal verbindet die Praxisleitung konkrete Erwartungen.

Stefanie Donath hält es für möglich, dass künftig rund ein Drittel der Patienten die digitale Anmeldung nutzt.

Sollte das gelingen, könnten sich die Warteschlangen deutlich verkürzen.

Davon würden nicht nur die Patienten profitieren, die sich selbst anmelden.

Auch für Menschen mit anderen Anliegen könnte es schneller gehen, wenn weniger Personen am Empfang warten.

Gleichzeitig hätten die medizinischen Fachangestellten mehr Zeit für die persönliche Betreuung.

Die Zahl von einem Drittel ist bislang eine Erwartung der Praxismanagerin, kein bereits gemessenes Ergebnis.

Bald auch Rezepte und Überweisungen am Terminal?

Der neue Check-in soll nur der erste Schritt sein.

Nach Angaben der Praxisleitung bietet das System weitere technische Möglichkeiten, die künftig genutzt werden könnten.

Dazu gehören das Einlesen bislang nicht erfasster Gesundheitskarten sowie Funktionen zur Bestellung von Rezepten und Überweisungen.

Diese Angebote sind allerdings noch nicht Teil des aktuellen Starts.

Die MEG-Praxen beginnen bewusst mit der einfachen Anmeldung bereits bekannter Patienten.

Weitere Funktionen sollen schrittweise geprüft und umgesetzt werden.

Mehr Zeit für die persönliche Patientenbetreuung

Die Digitalisierung soll vor allem wiederkehrende Verwaltungsaufgaben vereinfachen.

Wenn ein Teil der Anmeldungen automatisch erfolgt, kann sich das Praxispersonal stärker auf Menschen konzentrieren, die persönliche Unterstützung benötigen.

Für die Patienten in Guben und der östlichen Lausitz bedeutet die Neuerung zunächst vor allem eines: Wer bereits einen Termin hat und dessen Gesundheitskarte im aktuellen Quartal erfasst wurde, kann den Weg ins Wartezimmer jetzt ohne zusätzliche Warteschlange antreten.

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Autor: Redaktion

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