IT-Sicherheitswarnung: Cottbus nimmt Website vorsorglich vom Netz

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Der Tag im Ticker – Donnerstag, 22. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Die Stadt Cottbus hat ihre Website und weitere digitale Dienste vorsorglich abgeschaltet. Damit reagiert die Stadt auf eine Sicherheitswarnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser läuft normal. Auch die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem hält den Klinikbetrieb ohne Einschränkungen aufrecht.

Kritische Sicherheitslücke bei PHP

Das BSI warnt vor kritischen Schwachstellen in PHP. Diese Programmiersprache nutzen weltweit zahlreiche Webseiten und Webanwendungen. Nach Angaben des BSI könnten Angreifer die Lücken aus der Ferne ausnutzen und Schadcode auf betroffenen Servern ausführen. Das BSI stuft das Risiko deshalb als hoch ein und fordert Betreiber zu schnellen Schutzmaßnahmen auf. Die Warnung betrifft nicht nur Cottbus. Auch andere Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser in Deutschland schalteten am 21. Oktober Teile ihrer Online-Angebote vorsorglich ab.

Stadt beruft Verwaltungsstab ein

Oberbürgermeister Tobias Schick und Stabsleiter Thomas Bergner haben den Verwaltungsstab einberufen. Das Team analysiert die Situation und stimmt die weiteren Schritte ab. Auch der Zweckverband Digitale Kommunen Brandenburg (DIKOM) nahm vorsorglich Webdienste und Anwendungen vom Netz. Seine Fachleute prüfen nun, welche Systeme die Schwachstelle tatsächlich betrifft und welche Sicherheitsmaßnahmen sie umsetzen müssen. Die Abschaltung dient nach Angaben des Zweckverbandes ausschließlich der Vorsorge. Bislang gibt es aus Cottbus keine bestätigte Meldung über einen erfolgreichen Angriff auf diese Systeme.

Auch MUL-CT und Versorger reagieren

Auch die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen reagierten auf die Sicherheitswarnung und schränkten digitale Angebote vorsorglich ein. Für den Alltag in der Stadt hat das zunächst keine Auswirkungen auf die grundlegende Versorgung. Strom, Wasser und Wärme stehen weiterhin zur Verfügung. Auch das Klinikum behandelt seine Patientinnen und Patienten normal weiter.

Sicherheitsupdates stehen inzwischen bereit

Das PHP-Entwicklerteam stellte am 21. Oktober Sicherheitsupdates bereit. Das BSI empfiehlt Betreibern, diese Aktualisierungen unverzüglich einzuspielen. Können Verantwortliche die Updates nicht kurzfristig installieren, sollen sie gefährdete Server vorübergehend vom Internet trennen. Genau diesen vorsorglichen Weg wählte auch Cottbus.

Die zuständigen IT-Fachleute prüfen jetzt die Systeme und bereiten die notwendigen Schutzmaßnahmen vor. Die Stadt und der Zweckverband wollen die betroffenen Webseiten und Anwendungen erst wieder vollständig freigeben, wenn die technischen Prüfungen abgeschlossen sind und ein sicherer Betrieb möglich ist. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem: Einzelne Webseiten und Online-Dienste können vorübergehend nicht erreichbar sein. Die Versorgung der Stadt läuft dagegen weiter.

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Autor: Redaktion

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