Die sorbische/wendische Kultur in der Lausitz soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Der Bund, Sachsen und Brandenburg haben dafür jetzt ein neues Finanzierungsabkommen für die Stiftung für das sorbische Volk unterschrieben. Damit bekommt die Stiftung allein im Jahr 2026 mehr als 29 Millionen Euro Fördermittel. Auch in den kommenden Jahren soll die Unterstützung weiter steigen.
Millionenförderung für Sprache, Kultur und Traditionen
Mit dem neuen Abkommen sichern Bund und Länder die Arbeit der Stiftung bis mindestens 2030 ab. Ziel ist es, die sorbische/wendische Kultur langfristig zu stärken und weiterzuentwickeln. Gefördert werden unter anderem kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungen, Sprachprojekte sowie neue Vorhaben rund um Digitalisierung und Nachwuchsförderung. Die Finanzierung bleibt dabei wie bisher aufgeteilt: Der Bund übernimmt den größten Anteil, Sachsen beteiligt sich ebenfalls umfangreich und Brandenburg trägt einen weiteren Teil der Kosten.
Lausitz bleibt Zentrum der sorbischen Kultur
Vor allem in der Lausitz spielen sorbische/wendische Traditionen bis heute eine wichtige Rolle. Viele Orte, Veranstaltungen und Bräuche prägen das kulturelle Leben der Region. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bezeichnete die Kultur und Sprache der Sorben/Wenden als wichtigen Teil des brandenburgischen Kulturerbes und der Identität der Lausitz. Gerade in Zeiten des Strukturwandels wolle man diesen kulturellen Reichtum bewahren und gleichzeitig modern weiterentwickeln.
Stiftung arbeitet seit fast 30 Jahren für die Region
Die Stiftung für das sorbische Volk wurde bereits 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Bautzen. Seitdem unterstützt sie zahlreiche Projekte in Brandenburg und Sachsen, die sich für den Erhalt der Sprache, der Traditionen und des kulturellen Lebens einsetzen.
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